Beautystaffellauf: The Cell

Beautystaffellauf

 

Shelynx hat mir den Beautystaffelstab auf den Schminktisch gelegt und nach ihrem genialgelben Kakadu lade ich euch heute in den düsterdunklen filmischen Fiebertraum „The Cell“ ein.

Im Jahr 2000 verstörte der Regisseur Tarseem Singh mit diesem vielschichtigen Film. Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Massenmörder (brillant: Vincent D’Onofrio) liegt im Koma und um herauszufinden, wo er sein letztes Opfer versteckt hält, begibt sich die toughe Sozialarbeiterin (Jennifer Lopez) mittels einer neuen experimentellen Technologie in das Unterbewusstseins des Killers. Dass das nicht gutgehen kann, ist klar.

Die opulente Optik, die außergewöhnliche Ausstattung und die teilweise brutalen Bilder haben mich schon damals sehr fasziniert. Leider war ich mit dieser positiven Einschätzung allein auf weiter Flur und so versagte der Film an der Kinokasse. Schade, denn wer Meisterwerke wie „Inception“ von Christopher Nolan (2010), „eXistenZ“ von David Cronenberg (1999), „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro (2006) oder „Strange Days“ von Kathryn Bigelow (1995) mag, der kommt um „The Cell“ nicht herum.

Mein AMU orientiert sich an dieser Szene, in der J. Lo in der Psyche des Killerns gefangen ist. Die Herausforderung bei diesem AMU war, die Spitzenstruktur nachzuschminken. Dazu habe ich schwarzen Lidschatten mit einem kleinen festen Pinsel durch ein Stück Wäschespitze auf das mit rotem Lischatten grundierte Lid gedrückt – leider kommt das auf den Fotos nur ungenügend raus.

Da es in „The Cell“ auch oft um Schmerz geht, habe ich noch einige künstliche Tränen auf der unteren Wimpernreihe und unter dem Brauenende platziert.

 

Verwendete Produkte:

• Urban Decay Primer Potion Original

• Catrice Re-Touch Light-Refining Concealer #010 Ivory

• Catrice Skin Finish Puder in #010 transparent

• NYX Jumbo Pen in Black Bean (bewegliches Lid) und Milk (unter der Braue)

• Lancome Rouge orage Gloss (aus einer LE circa 1996): rot

• essence #14 super star: schwarz

• MAC Shroom: Zum Verblenden

• Rimmel Soft Khol Kajal Pencil #067 Silver als Lidstrich und auf der Wasserlinie

• essence #03 starlight: Highlighter unter dem Brauenbogen und am Augeninnenwinkel; Verstärkung des Lidstrichs

• MAC Iridesvent Powder in Silver Dusk: Noch mehr Highlight unter dem Brauenbogen

• Clinique High Impact Mascara #01 Black

• Manhattan Aqua Pearls Eye Drops (aus einer LE 2006)

Nachdem die Ferien immer näher rücken, möchte ich als Thema der nächsten Staffeletappe „Cocktail“ wählen – wer sich also „Pina Colada„, „Grasshopper“ oder „Tequila Sunrise“ auf Gesicht oder Nagel malen mag, der melde sich bitte!

 

 

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6 Comments

    • Dankeschön! Und es beruhigt mich sehr, dass ich mit meinem Filmgeschmack nicht ganz alleine bin…

  • Total schön umgesetzt! Ich finde den Film gut, aber auch teilweiße sehr urrrgh!! Manchmal kann ich absolut nicht hinschauen, bin da eine kleine Mimose! Und dein AMU ist wirklich The Cell, toll gemacht! Also das heisst jetzt nicht, dass ich nicht hinschauen kann und mich grusel 😀 ist mir gerade beim schreiben aufgefallen….

    • Liebe Kat,

      jetzt musste ich sehr schmunzeln – und es freut mich, dass Du nicht schreiend aus dem Haus gelaufen bist nach meinem Anblick!

  • Leider kenne ich den Film nicht, aber Deiner detaillierten Beschreibung nach zu urteilen, ist der Film nichts für schwache Nerven und kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich finde die Spitzenstruktur, die man auf meinem Monitor gut erkennen kann, sehr interessant und überlege, ob sich das Muster auch in ein alltägliches Make-up integrieren lassen würde. Insgesamt finde ich die Kombination ungewöhnlich, aber wunderbar, wobei mir das Detail mit den künstlichen Tränen besonders gut gefällt. Ich freue mich auf weitere Umsetzungen zu diesem Staffellauf und wünsche euch einen schönen Sonntag!

    Herzliche Grüße
    Denise

    • Huhu Denise,

      jaaaa, „The Cell“ ist kein Film, den man anschaut und vergisst. Aber er ist wirklich, wirklich empfehlenwert, bei den bösen Szenen kannst Du ja die Augen zukreifen.

      😉

      Mittlerweile habe ich die Spitzennummer nochmal in schwarzweiß geschminkt und gestern tagsüber getragen – es ist weniger auffällig als ich dachte. Naja. Also an mir. In meinem Gesicht geht es ja öfter ein wenig wilder zu…

      Vielleicht wäre es den Versuch wert, mit Pastellfarben zu experimentieren, dann sind die Kontraste nicht so krass? Wichtig ist nur, dass der „Untergrund“ bombenfest hält (Primer und Base sind mMn ein Muss) und dass der „Spitzenlidschatten“ sehr stark pigmentiert ist und mit einem dicht gebundenen, festen Pinsel fest durch die Spitze „eingedrückt“ wird.

      Die Spitze selbst habe ich als Borte im Stoffladen gekauft, am Besten funktionieren nicht allzu filigrane, grafische Muster.

      Viel Spaß beim Experimentieren!

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