Ein Lesezeichen meiner Identität (Visitenkarten)

Vor 3 Jahren habe ich das letze Mal direkt nach meinem Umzug Visitenkarten drucken lassen. Damals habe ich ein Angebot von Vistaprint genutzt und war sehr zufrieden. Unten könnt Ihr die Visitenkarten sehen. Im Gegensatz zu meinen allerersten Visitenkarten, die ich mit 18 von meinem Vater erhalten hatte, waren diese richtig auffällig und ich muss sagen: ich mag die Optik auch heute noch, auch wenn es ein recht auffälliges Design war. Nachdem ich jahrelang noch von den weißen-schwarzen Standardvisitenkarten gezehrt hatte, war mir nach Farbe!

***Alle Bilder lassen sich durch einen Klick vergrößern!***

Meine alten privaten Visitenkarten

Nun benötige ich aber beruflich neue Visitenkarten und habe mich ein wenig umgesehen und spaßeshalber auch für den Blog einmal – unabhängig von den teilweise wirklich ganz schönen Vorlagen – selbst etwas sehr Simples gestaltet,-  man kann nämlich bei Vistaprint auch eigene Logos und Vorlagen hochladen. Etwas eingeschränkt fühle ich mich noch durch die Schriftarten, die genutzt werden können -aber theoretisch ließe sich auch die gesamte Karte direkt als Bilddatei abspeichern und hochladen. Eine angemessene Auflösung ist dabei aber natürlich wichtig.

Visitenkarten bei Vistaprint nach eigener Vorlage gestalten

Ein eigenes Logo ist natürlich insbesondere im beruflichen Kontext etwas wichtiges: Identität, Botschaft und Wiedererkennungswert sind dabei wichtige Eigenschaften. Das Logo des „Blassen Schimmers“ habe ich jetzt bereits seit Beginn des Blogs im Sommer 2011 und im Verlauf nur ganz leicht abgeändert.
Durch meine Schwester, die sich beruflich selbstständig gemacht hat, weiß ich, dass man im Internet einen Auftrag für ein Logo ausschreiben kann – es gibt spezielle Portale dafür. Man definiert die Vorgaben und den Preis (meist gibt es einen Mindestpreis von ca. 200€), den man gewillt ist auszugeben und verschiedene Designer (Amateure wie Profis) schicken ihre Vorschläge ein, wenn Angebot & Auftrag sie angesprochen haben. Man wählt dann zwischen diesen Einsendungen aus. – Ein wenig unfair finde ich das ja, denn eigentlich ist es Roulette mit der Arbeitszeit der Designer, denn alle bis auf einen haben umsonst entworfen. Ich scheue mich irgendwie, das Angebot so einer Plattform anzunehmen. NACHTRAG nach einigen sehr guten Kommentaren unten: Arbeit sollte passend entlohnt werden und nicht verschachert wie auf einem Sklavenmarkt. Mir tat es gut zu lesen, dass viele auch eher der Meinung waren und es ist schade, wenn Menschen mit einer fundierten Ausbildung von anderen ersetzt werden, die ein bisschen mit Photoshop umgehen können. Das ist für ganze Berufssparten schwierig und hat große Folge – auch in anderen Fachbereichen als Design. Einen Beitrag für eine solche Entwicklung zu leisten, finde ich selbst bedenklich und unschön, auch wenn die heutige Mentalität schnell denkt „Geiz ist geil“ – Arbeit hat Wert. Die Mühen und Zusammenhänge dahinter haben Wert.

Frei wählbar mit oder ohne Rückseite

Visitenkarten sind in der beruflichen Alltagswelt etwas sehr wichtiges. Sie sind das Lesezeichen im Gedächtnis der Kunden/Kontakte und vermitteln Stimmung, Erwartungen und Beziehungsangebot. Hier und hier sind ein paar schöne und ausgefallene Beispiele für moderne Visitenkarten. Und hier sind Visitenkarten von Bloggern sehr liebevoll zusammengestellt. Meine beruflichen müssen nicht so „hip“ und „cool“ aussehen -aber ich habe auch ein paar Ideen und habe eine Stimmung im Sinn.

Beim Blog fällt es mir leichter…klar, hell und weder zu nüchtern, noch zu verspielt. Beruflich tue ich mich deutlich schwerer. – Unten könnt Ihr ein Beispiel für eine sehr einfach gehaltene Blog-Visitenkarte sehen. So oder ähnlich könnte ich sie mir vorstellen. Am liebsten sogar aus einem Material das transparent ist mit einem Gradienten, der von Transparenz zu Weiß übergeht.

Wie habt Ihr Eure privaten, beruflichen oder Blogger-Visitenkarten gestaltet? Was hat Euch geholfen und habt Ihr Empfehlungen? Würdet Ihr so ein Logo-Design-Portal nutzen? (Ich interessiere mich dafür WIRKLICH, weil ich gerade beruflich tätig werden will und muss und für jeden Hinweis dankbar bin)

Beispiel einer Visitenkarte für den Blassen Schimmer

Wenn Ihr in Eile seid und mir trotzdem zeigen möchtet, ob Euch der Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch einfach Sternchen da! Bei Gedanken, Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen freue ich mich über ein Kommentar, um sie zu berücksichtigen!
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17 Comments

  • Das sieht ja wirklich hübsch aus. Mir gefallen beide Karten, deine privaten und auch die für den Blog. Ich finde schön, dass du den Header mit einbaust, das steigert den Wiedererkennungswert! Sehr schön!
    Liebe Grüße

    • Danke Dir! Ich vergesse die privaten Karten immer. Jetzt hab ich sie hier seit 3 Jahren stehen *lacht* Naja – aber schön find ich sie auch! Und damals wollte ich einfach auch nicht viel Geld ausgeben. Ob ich mir die Blogvisitenkarten machen lasse, muss ich mal sehen. Dadurch, dass es noch keinerlei Einladungen irgendwohin gibt, macht es noch überhaupt keinen Sinn. Aber meine beruflichen wollte ich hier nicht exemplarisch zeigen…

      Ganz liebe Grüße an Dich!

    • Du solltest selbstentzündliche haben! Da kann jeder einmal lesen und dann macht es „puff“ 🙂 – Ach ich vergesse meine auch ständig mitzunehmen, aber ich brauch beruflich inzwischen einfach dringend welche… aber ich will nicht diese Beerdingungskarten, die mein Vater mir andrehen möchte… so sehr klassisch – schwarze Schrift, weißes Papier und sonst nichts…

  • Ich habe privat nie Visitenkarten gehabt. Wüsste auch nicht, wo ich sie loswerden sollte, hatte nie Gelegenheit.
    Beruflich habe ich immer welche von meinem Arbeitgeber gehabt. Die werde ich zwar auch eher selten los (meist nur in Österreich, hihi), aber manchmal habe ich keine dabei bei Kundenterminen und jemand, der mich noch nicht kennt, fragt nach einer. Dann ärgere ich mich, dass ich Visitenkarten nicht ernster nehme.

    Finde alles hübsch, was du hier gezeigt hast 🙂

    • Privat werd ich sie auch nicht los… von einem ganzen Kasten voll sind vllt. 20 mal irgendwohin verschwunden… Und manchmal will man ja auch nur seine Mailadresse und nicht gleich die ganze Postanschrift herausgeben… – Aber beruflich gehört es zur Selbstständigkeit leider dazu und ist auch was wichtiges… wenn ich selbst gucke, wie viele Visitenkarten vom Friseur und ähnlichem ich im Portemonnaie habe… Und ich werde jetzt auch immer öfter danach beruflich gefragt und ich hab noch kein Logo, kein Erkennungszeichen und … *wah*… *seufzt* ich muss mich mal ranhalten.

  • Ich habe mich erst im Rahmen meiner beruflichen Selbständigkeit mit dem Thema Visitenkarten – und überhaupt Corporate Design – auseinandersetzen müssen.
    Als allererstes: ich würde solch eine Plattform nicht in Anspruch nehmen, da ich – wohl wie Du auch – der Meinung bin, dass ordentliche Arbeit auch ordentlich bezahlt werden soll. Weiterhin denke ich, dass so ein Logo und solch eine Karte auch erst mit der Zusammenarbeit mit dem Designer „wächst“. Ich hatte mehrere Ideen und Vorschläge erhalten, habe dann eins ausgewählt, was letztendlich aber auch noch weiter angepasst wurde.
    Aufgrund Unzufriedenheit mit den Drucken und Vorlagen bin ich dann zu guter Letzte bei einer Profidesignerin gelandet, bei der ich zwar mehr zahle, welche aber bombastische Arbeit liefert, auch jetzt bei beim Webdesign. Ich brauche hier aber einfach auch viel Unterstützung, da ich nicht so die kreative Ader habe 🙁

    Ich denke, im privaten Bereich kann man aber sicher auf etwas günstigere Möglichkeiten zurückgreifen, da werden einige kleine Fehler/Unstimmigkeiten leichter verziehen als im Business Bereich 😉

    LG Evi

    • Hallo Evi – ja – so geht es mir auch und jetzt wo ich selbst etwas mehr in die Selbstständigkeit rücke beruflich (nicht mit dem Blog – das ist ein Hobby) braucht es einfach etwas, das hochwertig und besonders wichtig: passend ist. Ich muss mal sehen, wie kostenspielig so ein Design beim Profi ist… aber ich habe wirklich Skrupel lauter Jungdesigner gegeneinander antreten zu lassen – die arbeiten und alle bis auf einen erhalten keinerlei Vergütung… dafür will ich irgendwie nicht beitragen… Mit der Internetseite sagst Du auch was wichtiges – da muss ich mir nochmal genau überlegen, was ich kann und nicht kann – und was für ein Ergebnis ich mir wünsche.

      Ganz herzlichen Dank für Deine Erfahrungen. Genau solche Erlebnisse und Entscheidungen habe ich gehofft zu hören!

      • Du solltest Dir – neben dem was Du KANNST – auch gut überlegen, wofür Du ZEIT hast und was Du lieber an einen Profi gibst, das spart unheimlich Energie habe ich die Erfahrung gemacht 😉
        In der Zeit, in der ein Profi für Dich arbeitet, kannst Du eben auch mit Deinen Kunden Geld verdienen 🙂

  • Ich bin ja auch selbstständig und musste mich daher ebenfalls mit diesem Thema befassen.
    Ich bin aber nicht durch so ein Design-Portal auf meine Designerin gestoßen, so etwas kannte ich gar nicht und ich würde es aus denselben Gründen wie du nicht nutzen wollen. Meine Designerin habe ich durch eine Empfehlung entdeckt und ich bin sehr zufrieden, was Logo, Briefpapier und Visitenkarten angeht.
    Nun steht der Aufbau meiner Webseite an und auch da werde ich ihre professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Beruflich ist Professionalität einfach unerlässlich. Privat oder für den Blog ist das noch einmal etwas anderes.
    Wichtig ist auch, dass du dich mit deinem Corporate Design wohlfühlst, denn das merken die Kunden ebenfalls und nicht nur, ob du professionell bist.

    • Danke Dir für Deine Erfahrung – ich fühl mich gerade bisschen in diese Dinge hineingeworfen – aber ich will etwas auf die Beine stellen und ich brauche gerade eine Neu-Orientierung. Und es ist auch mit 33 irgendwie Zeit, dass man beruflich und privat ein Leben aufbaut, das man wirklich mag und nicht nur eines, das immer erst in 10 Jahren gut wird. – Ich höre mich mal um – vllt. gibt es Empfehlungen, denn Du hast völlig Recht: ich muss mich damit wohl fühlen und identifizieren können – nur dann können auch Klienten/Kunden auch Zugang dazu haben und eine Stimmigkeit zwischen Person/Leistung und Darstellung finden. So eine Stimmigkeit ist immer wichtig.

  • Ich habe jetzt lange darüber nachgedacht ob ich etwas zu dem Thema sage, aber scheinbar kann ich meinen Mund hier nicht halten, weil es mich persönlich betrifft. Ich bin absolut dagegen, solche Logo-Portale zu nützen. Da werden Logos für 200,– „verschachert“. Ein Betrag, für den kein ernsthafter Designer/Grafiker arbeiten sollte. Vor allem, decken diese Kosten nicht einmal annähernd den Aufwand, den ein gutes Logo erfordert. Es wird hier vorgegaukelt, dass man ein gutes Logo für 200 Euro bekommt. Dabei ist es in der Praxis so, dass man als vernünftiger Designer niemals ein Logo für nur 200 Euro machen kann. Gerade bei einem Logo steckt viel, viel mehr dahinter, als nur ein paar Wörter oder Bilder zusammenzustoppeln, ganz zu sprechen von einem durchdachten CI. Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass bei einem solchen Portal zB. 30 Leute ein Logo designen, aber nur einer bekommt den Auftrag und das Geld. Ganz zu schweigen davon, dass sich hier jeder, der einen PC zuhause hat Designer oder Grafiker nennen darf. Genau das sind dann die Leute, die die Branche kaputt machen. Und Firmen (vor allem kleinere, die es nicht besser wissen), meinen dann auch noch, sie könnten dort ein wirklich professionelles Logo bekommen. Dabei müsste man hier erstmal Beratungsarbeit leisten um aufzuzeigen, was ein Logo gut/schlecht macht. Ich unterhalte mich lange mit einem Unternehmen, bevor ich ein Logo entwerfen kann. Schließlich ist das was langfristiges und muss auch mit den Werten und der Kultur des Unternehmens zusammenpasst. Und das über’s Internet/Portal rauszufinden muss mir mal jemand erklären…

    Klar, vielleicht macht bei einem solchen Portal auch jemand mit, der wirklich gut ist im Logo-Design, aber wenn so jemand für 200,– arbeiten muss, dann ist das wirklich sehr, sehr traurig. Und irgendwas stimmt nicht.

    Ich kann und möchte sowas nicht unterstützen. Und ich weiß, das war auch gar nicht Thema deines Blogposts. Aber ich bin bei solchen Sachen immer sehr emotional, gerade weil ich sehe, welches Schindluder in dieser Branche getrieben wird. Es braucht viel Arbeit, Kreativität, Zeit und Mut um gut zu sein. Aber immer mehr Leute glauben, sie könnten das alles auch, nur weil man Photoshop etc. irgendwann mal gratis downloaden konnte. Ich vergleiche es immer damit: Ich gehe ja auch nicht zu einem Arzt und sage, ich operiere mir meinen Blinddarm jetzt selbst, weil ich irgendwann mal eine Doku über ein Krankenhaus gesehen habe…

    • Ich bin froh, dass Du das schreibst, denn es ist auch mein eigenes Gefühl – und ich finde, es passt hervorragend zu diesem Post, denn es geht mir darin nicht nur um Visitenkarten, sondern auch um „optische“ Identität und irgendwie auch um den Konsum und das vermeintliche Selbstverständnis das heutzutage damit verbunden ist. – Ich finde es richtig, richtig gut und passend, dass Du das schreibst, denn die meisten Leute lesen von solchen Portalen und denken „super! Geiz ist geil“ – und je älter ich werde, umso mehr merke ich, dass ich keinen Beitrag für Hungerlöhne oder unangemessene Arbeitsverhältnisse leisten möchte…

      Dein Beitrag und Deine Gedanken sind mehr als willkommen!

    • Ich finde Deinen Beitrag auch korrekt und passend, ich möchte für meine Leistung auch nicht unterbezahlt werden, dann nehme ich den Auftrag lieber gar nicht erst an.
      Du hast natürlich Recht, dass solche Portale Eure Branche bzw. die Preisstruktur versuchen kaputt zu machen, eine sehr bedenkliche und unschöne Entwicklung.Leider glaube ich ist dies jedoch weit verbreitet, wenn man sich die Werbebranche mal so ansieht mit ihren ganzen Freelancern……

      Dagegen kann m.E. eigentlich nur der Kunde steuern……und selbst dann würden sich bei größeren Projekten wohl die auftraggebenden Agenturen die goldene Nase verdienen, sofern dazwischen geschaltet:-(

      LG Evi

      • Liebe Evi,
        ja, du hast recht. Hier kann nur der Kunde steuern.
        Ich finde es deshalb sehr wichtig, den Kunden genau darüber aufzuklären. Meine Kunden bekommen gesagt, was sie für ihr Geld bekommen und was nicht. Neben zB. einem Logo bekommt der Kunde auch immer ausführliche Beratung und Consulting. Das bekommt man bei solchen Portalen nicht. Und darüber kann man dann seinen Preis doch ein wenig besser rechtfertigen.
        Die Zeiten, in denen ich mich unterbezahlen habe lassen sind vorbei. Ich finde, man wird immer so behandelt wie man sich positioniert. Ich kann sehr gute Qualität nicht zu einem geringen Preis anbieten, da passt die Relation nicht. Kunden müssen einfach verstehen, dass Qualität auch ihren Preis hat. Wer diesen Preis nicht bezahlen will, der muss zu güntigeren/minderen Dingen greifen und dann eben einfach damit zufrieden sein.
        Es ist im täglichen Leben ja auch so. Ich kaufe mir keinen Essence Lidschatten und glaube dann, dass er mit einem teuren von z.B. Urban Decay (um nur einfach irgendwelche Marken zu nennen) mithalten kann.

  • ich muss sagen ich habe keine Visitenkarten und plane auch nicht mir welche zuzulegen. Würde ich dies aber tun, und würde ich diese auch geschäftlich/beruflich nutzen würde ich durchaus in Erwägung ziehen mir ein eigenes Logo/einen Schriftzug erstellen zu lassen

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