Inhaltsstoffe von Kosmetika – Dichtung und Wahrheit – Teil 6/1 – Sonnenschutz: Basiswissen

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Inhaltsstoffe von Kosmetika: Dichtung und Wahrheit

– Teil 6/1 –

Sonnenschutz: Basiswissen

In den Weiten des www spuken allerlei Informationen zu Kosmetik-Inhaltsstoffen herum. Da es für den Laien schwierig ist, hier zwischen „richtig und falsch“ zu unterscheiden möchte ich euch mit dieser Artikelserie eine Einschätzungshilfe für die (Un-)Gefährlichkeit verschiedener Inhaltsstoffe geben.

Was gibt es Schöneres, als sich die Haut von der warmen Frühlingssonne kitzeln zu lassen? Eigentlich nichts, vorausgesetzt, die Haut ist optimal vor den Bestandteilen der Sonneneinstrahlung geschützt, die zu Hautschäden bis zu Hautkrebs führen können.

Generell empfiehlt es sich, das ganze Jahr einen entsprechenden Schutz aufzutragen, doch warum und wie viel davon ist sinnvoll? Bevor ich im zweiten Teil dieses Artikels konkret auf die gängigen Inhaltsstoffe eingehen werde, gibt es jetzt Informationen rund um diese Fragen.

Herzlichen Dank an David McCandless @ Information is Beautiful für die Erlaubnis, seine großartige Grafik hier nutzen zu dürfen, die euch die Lektüre meines Gefasels (fast) erspart!

UVA und UVB

Sonnenlicht besteht aus zwei Arten von UV-Strahlen. Etwa 95 % der UVA-Strahlung erreicht die Erde und aktiviert das Melanin, das in der obersten Hautschicht vorhanden ist – man wird braun. Darüber hinaus dringt UVA auch in tiefere Hautschichten ein und bedingt so die Hautalterung, die sich in Fältchen niederschlägt, da die Haut ihre Elastizität verliert. Noch schlimmer ist aber, dass UVA den oxidativen Stress der Zellen erhöht und so die Entstehung von Hautkrebs fördern kann.

Im Gegensatz zu UVA gelangen nur etwa 10 % der UVB-Strahlung zu uns. UVB regt die Neubildung von Melanin an – Pigmentflecken können entstehen. Außerdem wird durch UVB die Haut angeregt, sich zu „verdicken“, um sich zu schützen. Sonnenbrand bekommt man von UVB-Strahlung: Je öfter und heftiger, desto größer ist das persönliche Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Die WHO hat 2009 UV-Strahlung in die höchste Krebsrisikogruppe aufgenommen, in die z.B. auch Tabak und ionisierende Strahlung eingeordnet werden.

Hautkrebs geht uns alle an

Auch wenn Hautkrebs zu den Krebsarten gehört, die am leichtesten zu verhindern, diagnostizieren und heilen sind, so erkranken doch jährlich etwa 234.000 Menschen in Deutschland daran. Etwa 3.000 sterben jedes Jahr am malignen Melanom. Die Anzahl der Erkrankungen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, dies liegt vermutlich zum einen an der Sucht nach Bräune als auch an den flächendeckenden Vorsorgeuntersuchungen [1].

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Übrigens hatte ich letztes Jahr bei dieser Vorsorgeuntersuchung das zweifelhafte Vergnügen, einen meiner Leberflecke als „auffällig“ diagnostiziert zu bekommen. Und das, obwohl ich in meinem Leben noch nie (!) einen Sonnenbrand hatte (danke, Mama!), wirklich jeden einzelnen Tag Produkte mit mindestens SPF 15 nutze und niemals in die pralle Sonne gehe. Zum Glück hat sich mein Leberfleck seither nicht verändert und somit ist diese Sorge erst mal vom Tisch, aber was lernen wir daraus: Auch Adelsblässe schützt nicht vor Hautkrebsverdacht!

Klassifikatoren für Sonnenschutz: PPD, PA, SPF und Sterne

Die beste Vorsorge gegen vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs ist und bleibt Sonnenschutz. Als Faustregel gilt, dass sich helle Hauttypen ungeschützt maximal 10, mittlere Hauttypen 15 und dunkle Hauttypen 20 Minuten in der Sonne aufhalten sollten, ohne Schäden zu riskieren. Diese individuelle Sonnenstrahlungsaufenthaltsdauer kann dann mit dem Schutzfaktor des Sonnenschutzes multipliziert werden, um herauszufinden, wie maximal lange man sich mit Schutz in der Sonne aufhalten sollte.

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Doch worauf sollte man achten? Der Sonnenschutz muss gegen UVA und UVB wirken. Je nach Land wird die Schutzwirkung mit unterschiedlichen Klassifikatoren angegeben. Bei europäischen Produkten weißt das Zeichen „UVA“ in einem Kreis darauf hin, dass der UVA-Schutz der EU-Empfehlung entspricht. Diese Empfehlung schreibt vor, dass der UVA-Schutz mindestens einem Drittel des UVB-Schutzes entsprechen muss.

Je nach Land gibt es noch andere Sonnenschutzeinheiten: In Japan wird der Schutz gegen UVA-Strahlung in Persistent Pigment Darkening (PPD) gemessen, der PPD-Faktor kann wie der SPF mit der individuellen ungeschützen Sonnenstrahlungsaufenthaltsdauer multipliziert werden.

Der Protection Grade of UVA (PA) bezieht sich ebenfalls auf die Schutzwirkung gegen UVA-Strahlung. PA+ bedeutet einen Schutzfaktor von 2-4, PA++ 4-8, PA+++ steht für mehr als 8.

In Großbritannien, Irland und Australien findet man oft Sterne, die den Schutz gegen UVA klassifizieren. Das Maximum sind 5 Sterne und mir persönlich ist bisher kein Produkt begegnet, das weniger gehabt hätte.

Weniger konfus geht es bei UVB zu: Der Sun Protection Factor (SPF) bezieht sich auf die Schutzwirkung gegen UVB-Strahlen und wird international nahezu einheitlich eingesetzt.

Bei der Wahl des Schutzfaktors rate ich dazu, auf jeden Fall einen Breitband-Sonnenschutz zu verwenden, der sowohl gegen UVA als auch gegen UVB schützt. Der SPF sollte meiner Meinung nach mindestens 30 betragen, wobei es strittig ist, ob Schutzfaktoren wie 50 oder gar 70 überhaupt einen wesentlichen Vorteil bringen – SPF 30 schützt gegen 96,67 % der UVB-Strahlung, SPF 50 gegen 98,33 % [2]. In Europa wird die maximale Schutzwirkung mit SPF 50+ bezeichnet, da es im Labor nicht mehr möglich ist, einen höheren SPF als 50 fehlerfrei zu messen.

Übrigens ist auch der Begriff „Sunblocker“ irreführend: kein Produkt kann 100 % Schutz gegen UV-Strahlung bieten. Hier handelt es sich um ein Marketingmärchen, das jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Zu bedenken ist bei alledem, dass jede Minute, die man außerhalb seiner dunklen Kammer verbringt, eine Minute ist, die zählt. Und der Schutz ist auch nur dann gewährleistet, wenn die richtige Menge an Sonnenschutz aufgetragen wird.

Die Menge macht’s

Der angegebene Sonnenschutzfaktor gilt nur, wenn 2 mg Creme pro cm2 Haut aufgetragen werden. Da der Mensch durchschnittlich etwa 1,7 m2 Hautoberfläche hat, also 17.000 cm2, müsste dieser Durchschnittsmensch sich mit 34.000 mg, also 34 g Sonnencreme bedecken, wenn er wirklich jeden Winkel seines Körpers geschützt der Sonne aussetzen wollte.

Da vermutlich niemand von uns immer mit der Küchenwaage hantieren möchte, gilt beim Auftrag die „11 Zonen x 2-Finger-Regel“: Auf 11 Körperzonen (Kopf, Brust, Bauch, Rücken, Hüften/Po, Ober-, Unterschenkel, Arme) werden jeweils zwei Cremestränge in Fingerlänge aufgetragen, um den optimalen Schutz zu gewährleisten. Leider nimmt der Schutz mit abnehmender Auftragsmenge nicht linear, sondern exponentiell ab – wenn man also nur die Hälfte der geforderten Menge des SPF 50 aufträgt, hat man keinen SPF 25 auf der Haut, sondern nur etwa 7 [3].

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Dieser Schutz besteht aber nur, wenn regelmäßig nachgecremt wird. Wie Studien beweisen, geht viel der Potenz des Sonnenschutzes über den Tag verloren, so konnte nach 8 Stunden typischer Urlaubsaktivitäten nur noch 43 % des am Morgen aufgetragenen SPF nachgewiesen werden [4]. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Nachcremen die individuelle Sonnenstrahlungsaufenthaltsdauer nicht verlängert – auch mehrmaliges Eincremen macht aus einem SPF 15 keinen SPF 30!

Ich will aber braun werden!

Kurz und knackig: Eine „gesunde“ Bräune gibt es nicht. Die Hautverfärbung ist die Abwehrreaktion des Körpers, sozusagen der farbige Faustschlag auf die Nase der Sonne. Und wie bei Schlägen, so gilt es auch, der Sonne auszuweichen, vor allem zwischen 10 und 16 Uhr, da hier die UV-Strahlung am stärksten ist. Wer in dieser Zeit nicht im Keller sitzen möchte, sollte sich im Schatten aufhalten, gerne auch unter dem eines mobilen Sonnenschirms. Je mehr des Körpers durch Kleidung verdeckt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, bleibende Schäden davonzutragen.

Und für alle anderen Körperregionen gilt: cremen, cremen, cremen. Hier hilft viel auch viel und wer lange runzel-, fleck- und vor allem krebsfrei durchs Leben gehen möchte, der sollte sich angewöhnen, jeden einzelnen Tag Produkte mit einem SPF zu nutzen und regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, deren Kosten ab einem Alter von 35 von der Krankenkasse übernommen werden.

Wer sich noch tiefer ins Thema einlesen möchte, dem sei die Internetseite der WHO empfohlen, die mit ihrem INTERSUN-Programm seit 1992 dem Hautkrebs den Kampf angesagt hat.

***Ein Klick auf das Bild und Ihr kommt zu ihren Artikeln***



Adelsblass und Kunterbunt ist promovierte Molekularbiologin, forscht mit pflanzlichen Sekundärstoffen und lehrt Phytochemie und Pharmakologie an einer deutschen Universität.

1. http://www.gekid.de
2. Schalka S, Reis VM (2011) Sun protection factor: meaning and controversies. An Bras Dermatol 86: 507-515.
3. Faurschou, A. and H.C. Wulf (2007) The relation between sun protection factor and amount of suncreen applied in vivo. Br J Dermatol, 156: 716-719.
4. Bodekaer M, Faurschou A, Philipsen PA, Wulf HC (2008) Sun protection factor persistence during a day with physical activity and bathing. Photodermatol Photoimmunol Photomed 24: 296-300.

 

Wenn Ihr in Eile seid und mir trotzdem zeigen möchtet, ob Euch der Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch einfach Sternchen da! Bei Gedanken, Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen freue ich mich über ein Kommentar, um sie zu berücksichtigen!
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52 Comments

  • Ein toller Artikel. Alles ist sehr gut verständlich geschrieben. Und durch die Grafiken wird es noch mal super veranschaulicht. Gerade die Finger Regel finde ich so sehr einprägsam. Bezüglich dem nutzen von LSF 50 denke ich er liegt nicht darin vor mehr Strahlung zu schützen, sondern einfach länger.(Multiplikation der Eigenschutzzeit) Ich habe für mich auf jeden Fall ein besseres Gefühl wenn ich einen höheren Lichtschutzfaktor verwende.

    • Danke Dir für die lieben Worte!

      Das mit der längeren Aufenthaltsdauer sehe ich ein – nur habe ich leider selten die Gelegenheit, so lange im Freien sein zu können…

  • Sehr gut geschriebener und interessanter Artikel. Ich freue mich immer über deine Aufklärung, auch wenn ich in diesem Fall vieles schon wusste.
    Die Grafik und Zwei-Finger-Regel kannte ich vorher noch nicht und ich werde auf jeden Fall versuchen sie zu beherzigen.

    • Klar, das sind auch eher allgemeine Informationen – aber hier direkt mit dem ganz krassen Zeugs anfangen, das wollte ich euch ersparen…

  • Ein toller Bericht! Dieses Thema liegt mir wahsinnig am Herzen, da ich viel zu nah miterleben musste, welche schlimmen Folgen auch der „helle“ Hautkrebs haben kann.
    Ich persönlich wäre im Sommer mit kurzen Röcken etc. manchmal auch gern brauner als ich bin, aber wie lange hält so eine Bräune an und wie dauerhaft sind die Schäden, die ich meiner Haut antue?
    Deshalb creme ich mich immer gut ein und knalle mich auch nie in die pralle Sonne.
    Aber ich könnte definitiv NOCH vorsichtiger sein.
    Dein Post war mir jetzt wieder ein Anstoß für diesen Sommer.

    • Das finde ich sehr vernünftig, angeblich „schöne“ Bräune gegen Gesundheit abzuwägen. Danke Dir für das Lob und es freut mich, wenn mein Geschreibsel Dir weitergeholfen hat!

  • Sehr schöner und leicht verständlicher Artikel, die Bebilderung ist auch fantastisch.
    Hast du denn schon nen groben Plan, wann der zweite Teil des Posts in etwa kommen wird? Hier beginnt langsam die Sonnensaison und ich bräuchte Schutz, vor allem für’s Gesicht und bin deshalb natürlich sehr interessiert, da es ja dann um Inhaltsstoffe gehen soll.

    • Hallo Daisy,

      shelynx macht die Terminierung, ich weiß also nicht, dann der nächste Artikel online geht. Ich beschäftige mich dort mit mineralischen Filtern wie Titandioxid und Zinkoxid, auch in Nanoform, Oxybenzone und Retinyl Palmitate und gefährlich für den Menschen ist davon nach der aktuellen Studienlage keiner.

      Somit kannst Du beruhigt ans Sonnenschutzregal treten!

      • Lieben Dank für deine schnelle Antwort und den kleinen Vorgriff 🙂 Danke, dass du uns an deinem Wissen teilhaben lässt.

  • Vielen Dank für den interessanten Post. Und danke dass du auch erwähnst, dass Bräune im Grunde nichts Gesundes ist. Viele Leute wissen das nämlich nicht, ich werde häufig aufgefordert, mehr an die Sonne zu gehen, ich sei so „ungesund blass“.

    • „Ungesund blass“ – das kommt noch aus einer Zeit, wo manche Menschen, vor allem Adelige, wirklich ungesund wegen mangelnder Vitamin-D-Synthese waren. Wenn man wirklich gar nie in die Sonne geht, dann ist das wirklich ungesund – aber wer von uns wohnt schon im Keller…

      • Ich weiß, dass dieses schon fast wieder zu drastisch in die entgegengesetzte Richtung schwankt – jedoch empfinde ich stark sonnengebräunte Haut als eher „kränklich“, da Melaninbildung eine Abwehrreaktion der Haut gegen Sonnenschaden ist.

        Muss mich immer wieder ermahnen, mehr Grau statt Schwarz-Weiß zu sehen 🙁

        • Nö… find ich nicht… Hat A&D ja auch so ähnlich im Artikel geschrieben… Ist doch so… Aber jeder darf entscheiden, ob er die Abwehrreaktion mag oder nicht. Man sollte sich nur bewusst machen, dass es halt ist als ob man sagt „ich mag die Hornhaut an meinen Füßen aber“ 🙂

  • Oh da ist er ja der erste Teil ;-). Danke für deine Mail neulich :-). Super, dass du das PA und PPD erklärst. Das habe ich irgendwie bisher nicht so ganz verstanden. Heißt das ich muss für vollen Schutz im Gesicht auch 2 Finger nehmen? Irgendwie dachte ich bisher einer reicht. :-(. Ab er ich Creme damit auch wirklich nur mein Gesicht ein. Kein Hals, keine Ohren…

    LG

    • Die zwei Finger am Kopf schließen auch Hals, Nacken und Ohren mit ein – dort zusammengenommen einen Finger und einen für’s Gesicht, dann passt das schon.

      Ich schmiere mir wirklich immer alles ein, denn ein runzligbrauner Schildkrötenhals passt nicht zum adelsblassen Gesicht. Zumindest bei mir nicht…

      😉

      • 😀 ja ich glaub ich sollte damit auch mal anfangen. Ich bin nämlich auch recht blass. Sieht dann sicher nicht so schön aus …;-)

  • Super Artikel! Seit ich eine kleine Tochter habe wird mir das Thema auch immer wichtiger. Gerader der Sonnenschutz bei den Kleinen wird oft total unterschätzt. Meine Kleine ist sehr hellhäutig und oft sagt man mir ich solle sie doch ohne Sonnencreme in die Sonne stellen, mit 2,5Jahren *kopfschüttel*! Vielen Dank für deinen toll verständlichen Artikel 🙂
    Liebe Grüsse

    • Ich hatte das große Glück, dass meine Mama mich immer eingeschmiert hat – und ich denke, dass das alle Eltern heute auch machen sollten, ganz egal, was andere sagen. Man tut da seinem Kind einen Riesengefallen!

  • Das ist ein klasse Artikel, vielen Dank dafür! Ich musste wegen meiner hellen Haut schon immer sehr auf Sonnenschutz achten, deshalb war mir vieles schon bekannt, aber ich konnte trotzdem noch einiges lernen! Zum Beispiel war ich mir nicht bewusst, dass der Sonnenschutz exponentiell mit der Menge abnimmt. Und ich wusste zwar, dass man viel auftragen muss, aber halt nicht genau wie viel. Grammangaben sind wenig hilfreich, die „2 Finger Angabe“ hingegen schon. Ich habe allerdings immer das Problem, dass ich nach einem Finger an Gesicht und Hals schon schmierig bin und nicht mehr weiß, wo ich die Crème vom Zweiten noch unterbringen soll. Kennt das noch jemand? Ich werde mir in Zukunft aber noch mehr Mühe damit geben.
    Und zum UVA Schutz: Ich habe eben nachgesehen, ich habe tatsächlich eine Lotion mit SPF 50+, aber nur PA++. Die Lotion ist von Coppertone (amerikanische Marke). Im Alltag nutze ich aber zur Zeit eine skin care base mit SPF 30 und PA+++.

    • Jaaa, das Schmierige, das kenne ich auch. Ich warte zwischen dem Auftrag von Schicht 1 und 2 immer etwa zehn Minuten, dann klappt das ganz hervorragend!

  • Ein toller Artikel! Ich bin auch jemand der sehr auf Sonnenschutz achtet und sich immer mit 50 eincremt.. wurde ich in der Schule immer für Ausgelacht, aber es ist einfach so wichtig! Jetzt im Frühling gibt es dann 30 für das Gesicht und später kommt dann wieder der Körper dazu! 🙂

  • Danke für den ausfühlichen Artikel.
    Wenn du dich so gut mit Sonnenschutz auskennst, kannst du mir vielleicht eine Frage beantworten: Wie ist das mit den Abkürzungen? Häufig werden SPF und LSF ja synonym verwendet. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass ich irgendwo gelesen hätte, dass der SPF nur ca die Hälfte des LSF betrüge, weil das amerikanische und das deutsche System sich unterscheiden würden. Weißt du da näheres zu?

    Liebe Grüße,
    Jana

    • Huhu Jana,

      ja, früher war es wirklich so, dass LSF und SPF unterschiedlich errechnet wurden. Der europäische LSF war niedriger als der SPF aus den USA. Mittlerweile werden aber beide Faktoren mit der sogenannten COLIPA-Methode bestimmt, somit ist heute SPF = LSF.

      🙂

      • Oh super, danke für die Antwort!
        Ich wa nämlich echt ein bisschen verunsichert. Ich verwende häufig BB-Cream aus Korea, und da ist ja immer der SPF angegeben. Und es macht ja doch einen kleinen Unterschied, ob SPF 25, jetzt LSF 25 ist, oder LSF 17…

        Liebe Grüße und nochmal vielen Dank!
        Jana

  • Vielen, vielen Dank für den tollen, informativen und wichtigen Artikel!
    Ich bin auch im Moment auf der Suche nach dem richtigen Sonnenschutz fürs Gesicht- bei fettiger Haut, die immer wieder unrein wird, gar nicht so einfach. Er soll LSF 30 bzw. 50 haben, unter dem Make-Up für jeden Tag als auch ohne funktionieren. Ich will nicht glänzen wie eine Speckschwarte und noch mehr Mitesser ( pfui!) bekommen, mein Make-Up soll so gut aussehen wie immer mit meinem “ Winter- Clarins – Multi- Active- Fluid mit LSF 15″),also nicht davon schwimmen; ich will nicht weiß wie eine Mumie aussehen, weil viele Sonnencremes/ Schüttelfluids/ Gele bei mir weiße Spuren hinterlassen; meine Haut soll aber auch nicht spannen oder schuppig werden, wodurch mein Make-Up sich dann in hellen Fitzelchen verabschiedet ( alles schon erlebt bei Sonnengelen.)
    Ich will es gut vertragen, meine Augen sollen nicht brennen und es soll gut aufzutragen sein, “ Anti- Aging“- Zusätze wären auch gut- echt schwierig.
    Bin wirklich froh und dankbar für reviews und Tipps zum Thema- der Artikel über das Produkt von Eucerin war schon toll- vielleicht hole ich mir das.
    Gerade habe ich eine Probe von La Roche Posay ( Gel- Creme Dry Touch LSF 50), die ich die nächsten Tage teste.
    Also- ich bin wirklich froh, dass Ihr Euch des Themas annehmt!
    Liebe Grüße,
    Martina

    • Huhu Martina,

      da fragst Du mich was… ich habe „meinen“ Sonnenschutz gefunden (Sundance sensitive von dm und Ladival) und verwende den nun seit bald fünf Jahren und kenne mich zu meiner Schande wenig mit anderen Produkten aus – aber vielleicht kann shelynx helfen?

    • Hallo Martina – Ich habe A&D mal den Vorrang beim Beantworten gelassen, da es ihr Artikel ist – aber ich kann Dir zwei empfehlen: das eine ist die Kimberly Sayer Feuchtigkeitspflege mit LSF 30 für unreine und Mischhaut. Es ist eine Naturhautpflege, die ich sehr angenehm und leicht fand. Wirklich schön. – Das andere ist das NEUE Eucerin Fluid (es gab schon letztes Jahr eines -aber es gibt eine überarbeitete Textur aktuell). Ich fand es perfekt bis auf den Geruch. Wirklich perfekt. Dadurch, dass die Färbung eher leicht gelblich ist, ist sie auch eher ein Korrektor (Agata hat da so schön drüber geschrieben). Die Kombi mit Anti-Aging Produkten finde ich immer furchtbar, weil die so „nahrhaft“ und reichhaltig sind… würde ich vllt. eher auf den Abend verschieben, bzw. mich für ein Serum NACH dem Sonnenschutz entscheiden.

      Wie lief es denn mit der La Roche Posay Creme? Ich bin ja auch immer neugierig!

      • Oh, gleich zwei Antworten- vielen lieben Dank! Dabei meinte ich meine Frage eigentlich eher rhetorisch, wollte Euch gar nicht ausquetschen, aber fand gerade die Gelegenheit gut, meine Hin-und Herüberlegungen aufzuschreiben. Den Sonnenschutz will ich ja immerhin jeden Tag nutzen ( auf alle Fälle bis November…), da soll er schon zu meiner Haut passen.
        Das Gel/ Creme von LRP ist ein bissel zäh, mattiert aber wirklich sofort und man glänzt null. Meine Haut spannte erst etwas, ist aber nach ein paar Tagen besser geworden. Als Foundationgrundlage macht es sich erstaunlich gut- wenige weiße Spuren verschwinden darunter. Make-Up hält auch genauso gut. Ein Anwendungsvergnügnen ist es nicht ( mag es gerne, wenn es schön kühlt und sich samtig auftragen lässt- aber das darf man von gut verträglichem Sonnenschutz auch nicht erwarten.)
        Ich mach es jetzt so: Habe mir auch- danke nochmal für die Vorstellung, wenn ich gut klarkomme, bin ich echt dankbar dafür, weil ich Eucerin nie so auf dem Schirm habe und mir selbst wohl nicht gekauft hätte; das Eucerin gekauft und nehme es die nächsten Tage und dann sehe ich mal weiter. Hoffe, dann das Ideale gefunden zu haben; LRP ist es nicht so ganz.
        Viele Grüße,
        Martina

  • Hach toll, wegen der Fingerregel muss ich oft ein Avene Anwendungsvideo verlinken, da sie sonst so wenig bekannt ist.

    Da der zweite Teil kurz online war, konnte ich schon schnuppern. Kann man da vllt hinzufügen, ob es bei Retinyl Palmitate/Antioxidantien der Haut ähnlich ist wie Methylparaben/Antioxidantien der Haut? 🙂

    • Du hast gespickelt!

      😉

      Wenn Du mir etwas konkreter sagst, was Dich da genau interessiert, dann lege ich gerne nach. Für Dich doch immer!

      • Blubbblubb, ein wenig – bei meinem Newsreader schnell auf „save“ gedrückt, damit er im Cache bleibt 🙂

        Schon beim Parabenartikel dachte ich mir, dass mir mehr Infos zu „Methylparaben+UVB = oxidativer Stress“ führt – ich winke das immer mit der Begründung ab, dass man dem mit Antioxidantien entgegenwirken kann und würde gerne wissen, ob ich da wieder verallgemeinere und Halbwahrheiten von mir gebe 🙂

        Uhm, erster Link, den ich fand: http://goo.gl/CvZG6

        Danke und danke und danke und danke!

    • Huhu Agata,

      ich war viel unterwegs, deshalb komme ich erst heute dazu, Dir zu antworten! Zurr antioxidativen Eigenschaft der Hautflora an sich empfehle ich Dir folgenden Artikel:

      Briganti S, Picardo M (2003) Antioxidant activity, lipid peroxidation and skin diseases. What’s new. J Eur Acad Dermatol Venereol. 17:663-9.

      Schlussendlich besitzt die Haut eine ganze Menge Enzyme und andere Stoffe, die eine Redox-Umgebung darstellen: Enzyme sind z.B. Glutathionperoxidase, Catalase und Superoxide dismutase. Außerdem wirken α-Tocopherol, Ubiquinon, β-Caroten, Ascorbat und Glutathion auch mit.

      Wie das alles ganz genau ist, dazu werde ich noch einen kleinen Abschnitt in den zweiten Teil der Sonnenschutzserie einbauen. Schlussendlich ist es so, dass dieses Redoxsystem der Haut sehr viel abpuffern kann, aber dass die Leistungsfähigkeit von Mensch zu Mensch verschieden ist und sicher durch die topische Applikation weiterer Antioxidantien noch verbessert werden kann.

      Bei dem Link, den Du anführst, wurden wieder mal (…) nur Keratinocyten getestet, also einzelnen Hautzellen, die aus ihrer natürlichen Redoxumgebung „gerissen“ wurden. Die andere Studie ist komplett in vitro, also nicht mal mit lebendigen Zellen.

      Somit sind die Ergebnisse zwar wissenschaftlich im Humboldt’schen Sinn interessant, aber nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar.

      Ich hoffe, das bringt ein wenig Licht ins Dunkel!

      • Hm, ich merke gerade, dass die Antioxidantien so spannend sind, dass ich da einen eigenen Artikel darüber schreiben mag – wenn die Sonnenschutzwochen dann vorbei sind.

        🙂

  • Ich bin auch total blass und meine Eltern haben früher vor 15 Jahren leider nicht so sehr auf meine Haut aufgepasst. Jedoch ist das Ozonloch und damit die UV-Belastung tatsächlich erst in den letzten 20 Jahren größer geworden. Bei vielen Älteren herrscht daher noch etwas Unwissenheit, dass man sich heute schneller verbrennt als heute.
    Was ich aber loswerden möchte: Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand, aber NICHT vor Hautkrebs. Im Gegenteil: Durch die UV-Strahlen zerfallen die Substanzen in der Sonnencreme und können erst Recht karzinom wirken, außerdem gibt es auch Untersuchungen, die zum Ergebnis haben, dass Hautkrebs auch sehr oft an nicht sonnenexponierten Stellen auftritt. Also nur mit LSF aus dem Haus ist auch nicht richtig. Auch aus einem anderen Grund: Vitamin D. Dies kann nicht gebildet werden, wenn die Haut mit LSF blockiert ist! Und es gibt auch einen Zusammenhang zwischen zu wenig Vitamin D/ Sonnenvermeidung und anderen Krebsarten, z.B. Brustkrebs. Zwar steigt die Gefahr eines Hautkrebses, aber nicht in dem Umfang,wie die Gefahr von Brustkrebs sinkt.
    Und im Schatten braucht man keine Sonnencreme, da hier keine Sonnenbrandgefahr besteht.
    Du kannst gerne mal googeln nach
    1) Vitamin D-Mangel und Brustkrebs;
    2) sonnencreme schützt nicht vor hautkrebs
    3) sonnenschutz führt zu vitamin-d mangel etc.

    • Hallo Enid,

      einige Deiner Aussagen sind schlichtweg falsch.

      1.) Sonnencreme schützt sehr wohl vor Hautkrebs, zwar nicht in einfachem Zusammenhang, sehr wohl aber auf dem metabolischen pathway. Wenn Du an dem Mechanismus ernsthaftes Interesse haben solltest, kann ich das gerne ausführlicher erklären.

      2.) Im zweiten Teil gehe ich auf einige Inhaltsstoffe von Sonnencreme ein, die angeblich Krebs auslösen sollen – bei keinem davon ist dies bewiesen. Somit ist Deine Aussage stark zweifelhaft bis nicht korrekt.

      3.) Vitamin D wird in absolut ausreichendem Maß auch bei der Verwendung von Sonnenschutz gebildet, mehr dazu in Teil 3 „Mythen und Märchen“. Ich verlasse mich bei meiner Recherche auf ernstzunehmende wissenschaftliche Quellen und nicht auf Halbwissen via Google.

      4.) Auch im Schatten kann man einen Sonnenbrand bekommen. Somit ist auch hier Sonnenschutz dringend notwendig.

      Bitte gedulde Dich noch ein wenig, bis die anderen Teile online sind und ich bin sicher, dass Du Deinen bisherigen Kenntnisstand ergänzen können wirst.

  • Toller Artikel und auch sehr verständlich. Ich gehöre zwar mit 17 noch zu den Jüngeren, möchte mich jedoch ab sofort entsprechend schützen, da ich erst gestern sehen musste was die UV-Strahlung anrichten kann (sehr starker Sonnenbrand bei etwa vier Stunden Aufenthalt im Freien. Eh schon anfälliger Hauttyp und dazu leider kein Sonnenschutz. Habe auch dementsprechend geschimpft…). Meiner Haut will ich so einem Risiko nicht mehr aussetzen. Ich hätte da allerdings noch zwei Fragen.
    1) Gelangt UV-Strahlung auch durch Glas – somit hauptsächlich Fenster – oder auch Kunststoffe? Richtet sie dann auch Schäden an? Ich dachte bisher ja, allerdings kamen wir in einer Diskussion auch auf kein Ergebnis bzw. traue ich google nicht ganz.

    2) Kann man (übermäßige) UV-Strahlung und eine Sonnenallergie miteinander in Verbindung bringen?

    • Huhu Vanessa,

      zum Thema Glas und UV-Strahlung habe ich eine schöne Internetseite eines Glasherstellers gefunden:

      http://www.rothkegel.com/grundlagendesuvschutzes.html

      Das ist alles ein wenig kompliziert, aber generell gilt, dass Verbundsicherheitsglas UVB nahezu komplett absorbiert und UVA je nach Art zu 90-98 % absorbiert wird. Somit bietet Fensterglas einen gewissen Schutz, aber eben keinen 100%-igen.

      Ich persönlich würde bei Aufenthalt in Räumen und im Auto (!) auf jeden Fall trotzdem einen Sonnenschutz auftragen, denn gerade in älteren Gebäuden ist Einfachglas verbaut, das sicher nicht den allertollsten Sonnenschutz bietet.

      Zum Thema Sonnenallergie: Hierbei handelt es sich um eine Überreaktion (=Allergie) gegen UV-Strahlen, wobei man zwischen „Mallorca-Akne“, polymorpher Lichtdermatose (PLD) und photoallergischen Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe unterscheiden muss. Gemein ist allen drei Formen, dass besonders gut auf den Sonnenschutz geachtet werden muss, viele Firmen haben Produkte speziell für Sonnenallergiker im Angebot.

      Woher die Sonnenallergie letztendlich kommt, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich kommt es bei den Betroffenen durch UVA-Strahlung im Körper zur Bildung eines Allergens, das dann die Symptome auslöst. Dies kann von Geburt an passieren oder sich mit fortschreitenden Alter entwickeln.

      Ich hoffe, dass ich Deine Fragen einigermaßen beantworten konnte!

  • Super Post! Zwei Fragen hätte ich: Ist diese „Fingerregel“ unabhängig von der Konsistenz des Produkts und der Art der Filter anzuwenden? Zwei Finger für das Gesicht und den Hals benutze ich bei einer dünnflüssigen Lotion immer, aber ich habe auch eine sehr pastige Baby-Sonnencreme mit Zinkoxid und Titandioxid, die ich bis dato immer dünner aufgetragen habe.
    Und momentan werden in immer mehr Cremes sogenannte Bräunigungsbeschleuniger eingesetzt. Dabei gehöre ich zu den wenigen, die eigentlich nicht braun werden wollen. Worauf muss ich beim Kauf achten bzw. welche Inhaltsstoffe meiden?

    • Huhu Alex,

      leider gibt es nirgendwo konkrete Angaben, wie das mit den Fingern und der Produktart ist, aber schlussendlich denke ich, dass man lieber zu viel als zu wenig nehmen sollte. Mein Gesichtssonnenschutz ist auch sehr pastös und ich arbeite in zwei Schichten – ist die erste eingezogen, lege ich die zweite nach und so komme ich auch auf meine zwei Finger.

      Zu den Bräunungsbeschleunigern empfehle ich Dir den Artikel von Agata, die sich sehr kompetent darüber ausgelassen hat:

      http://www.magi-mania.de/gelb-gelb-gelb/

  • Vielen Dank für diesen tollen Post! Sonnenschutz ist mein neues Thema, seit ich durch Agata und ihre infomativen Beiträge dafür sensibilisiert wurde. Seitdem suche ich den heiligen Gral, wie wohl viele von uns, und bin froh über jede kompetente und verständliche Erläuterung. Freue mich daher schon auf die anderen Teile, denn gerade die Inhaltsstoffe sind noch eine Sache für sich! Ich persönlich würde gerne auf chemische Filter verzichten, da ich hier im Netz zu diffuse Meinungen gefunden habe und mir bislang der Nerv gefehlt hat, mich mit den verschiedenen chemischen Filtern auseinanderzusetzen, um gute von weniger guten trennen zu können (wobei im Ergebnis wohl jeder chemische Filter besser ist als kein Schutz!). Zur Zeit verwende ich eine Gesichtscreme von Eco Cosmetics mit LSF 15 und werde als nächstes die Cremes von Snowberry mit LSF 15 bzw. 30 für den Alltagsgebrauch testen. Die Kimberly Sayer stand auch lange auf meiner Wunschliste, allerdings ist mir bei dieser – wie auch etlichen anderen Cremes – aufgefallen, dass (zumindest nach meinem laienhaften Googlewissen) ungünstige Inhaltsstoffe enthalten sind, wie bspw. wenig lichtstabile Öle (was gute Öle, wenn sie bei Sonnenexposition oxidativen Stress auslösen). Beim KS Moisturizer ist mir das Zitrusöl negativ aufgefallen, dass als ätherisches Öl sogar phototoxisch wirkt. Auch die anderen Hauptöle von Sonnenblume und Distel sind nicht sehr stabil, so dass ich mir nicht sicher bin, ob man der Haut damit wirklich nützt. Deine Erfahrungen damit scheinen aber positiv, also doch zurück auf die Wunschliste oder doch zurück zu chemischen Filtern? Ein richtig gutes Produkt, das mineralische Filter verwendet, auf natürlichen Rohstoffen basiert, überflüssigen Schnickschnack weglässt und sich auf das Wesentliche konzentriert, nämlich maximalen Sonnenschutz, ohne dabei eine Anwendungskatastrophe zu sein, habe ich noch nicht gefunden. Aber die Suche geht weiter, auch weil ich für meine kleine Tochter noch einen wirklich guten Schutz finden möchte!

    • Huhu Claudia,

      schau mal, der zweite Teil mit den Inhaltsstoffen ist auch schon online:

      http://www.der-blasse-schimmer.de/2013/05/inhaltsstoffe-von-kosmetika-dichtung-und-wahrheit-teil-62-sonnenschutz-inhaltsstoffe/

      Kurzfassung: Keiner der momentan verwendeten chemischen Filter stellt nach aktueller Studienlage irgendeine generelle Gefahr für den Verwender dar, von individuellen Allergien und Unverträglichkeiten abgesehen.

      Dieser ganze Kram mit Ölen als Sonnenschutz ist – gelinde gesagt – Unfug, da keines davon auch nur eine annähernd ausreichende Sonnenschutzwirkung hat (mehr dazu in Teil 4 der Artikelserie). SPF 15 finde ich persönlich sowieso zu wenig, mindestens 30 sollte es schon sein.

      Generell vertraue ich bei Sonnenschutz „konventionellen“ Marken mit chemischen und mineralischen Filtern, da ich der Meinung bin, dass ich durch diese Kombination am besten geschützt bin. Mit Naturkosmetik kenne ich mich wenig aus, da ich so gut wie keine verwende, das tut mir sehr leid, dass ich Dir nicht helfen kann.

      Aber vielleicht magst du ja mal bei Andreea vorbeilesen, die schreibt oft und sehr kompetent über Naturkosmetik:

      http://www.mybeautyblog.de/

      Dir noch einen sonnigen Feiertag und alles Liebe!

  • Hallo,
    ich habe Dich und deine Artikel gerade eben entdeckt und finde sie super. Ich frage mich trotzdem warum behauptet wird das chemische Sonnenfilter schädlich sind, wie kommt man daruf, hmm.
    Ich habe eine Frage und zwar benutze ich Sonnenschutzpuder, welches einen 25%igen Anteil an Titandioxid und Zinkoxid aufweist . Schützt mein Sonnenschutzpuder in dem Fall genau so „gut“ wie Sonnenmilch/lotion etc auch?
    Liebe Grüße
    Coula

    • Hallo Coula,

      Behauptungen sind wie Unkraut und das Internet ist ein hervorragender Dünger. Gerade bei der ganzen Inhaltsstoffgeschichte reicht es aus, wenn eine nicht fachkundige Person eine Publikation nicht versteht, z.B. in vitro-Ergebnisse 1:1 auf den Menschen überträgt, das irgendwo in einem Forum kund tut, es 10 andere verbreiten und zack, auf einmal ist der Stoff bei Codecheck in „rot“ gelistet und dann ist es sowieso vorbei.

      *seufz*

      Aber zu Deinem Sonnenschutzpuder: Wenn ein SPF angegeben ist, dann könnte eine Schutzwirkung möglich sein. Allerdings bezweifle ich, dass man mit dem Puder eine ausreichend gleichmäßige und ausreichend dicke Schicht auftragen kann, dass diese auch wirklich gegen die Sonne schützt. Und wie lange bleibt diese Schicht so (Abrieb, Durchschwitzen etc.)?

      Ich würde in jedem Fall zur Benutzung eines cremigen Sonnenschutzes raten, denn dessen Schichtdicke und Lokalisation lässt sich gut steuern, zudem ist er haltbarer auf der Haut.

      🙂

      Auch liebe Grüße an Dich!

  • Hallo,

    der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell denke ich. Ich habe nämlich eine konkrete Frage zum Nachcremen. Auch bei deinem Beitrag wird empfohlen regelmässig nachzucremen. Bezieht sich das auf alle Filterarten oder nur auf chemische Filter? Ich habe mal gelesen, dass chemische Filter zersetzt werden und man deshalb nachcremen muss (bitte korrigier mich, wenn ich da falsch liege), aber mineralische Filter wie Spiegel wirken. Deshalb bin ich mir unsicher, ob ich mit meiner mineralischen Creme unbedingt nachcremen muss.

    Liebe Grüße

    • Hallo ans andere Ende,

      das größte Problem beim Sonnenschutz ist der Abrieb – durch Schwitzen, sportliche Betätigung, Kleidung etc.. Bei physikalischem Schutz ist das relevanter, weil es eben dieser „Spiegeleffekt“ ist, der abgerubbelt wird. Beim chemischen Schutz zersetzt sich irgendwann der Wirkstoff und macht Nachcremen notwendig.

      Wenn man nun wirklich den ganzen Tag in der Sonne brät, dann würde ich alle 2-3 Stunden nachcremen, aber dieses Intervall ist rein subjektiv und obendrein theoretisch, weil ich selbst nie „absichtlich“ in die Sonne gehe. Wenn ich aber den ganzen Tag im Freien unterwegs bin, dann creme ich einmal morgens und einmal nach dem Mittagessen – natürlich gilt das nicht für mein Gesicht, da ich dort ja volles Make-Up über dem Sonnenschutz trage.

      Generell denke ich, dass man lieber einmal mehr nachcremen und am Besten die Haut zusätzlich durch Kleidung schützen sollte.

      Hoffentlich konnte ich Dir helfen!

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