Issey Miyake
L’Eau d’Issey Lotus

Wer meine Duftartikel kennt, weiß, dass ich das klassische L’Eau d’Issey ((sehr) alte Review hier) liebe, es mich an meine Studienzeit erinnert und ein sehr geliebtes Geschenk gewesen ist. – Der ursprüngliche Duft ist edel, aber kühl-weich, aquatisch mit holziger Note und hellen Lilienakkorden. Die Bestandteile sind deutlich komplexer als diese kleine Erinnerung, aber er ist mir in Erinnerung, auch wenn ich ihn leider nie nachgekauft habe. Vielleicht sollte ich.

Zumindest wäre es mir für die folgende Variation leichter gefallen, Euch die Unterschiede oder Ähnlichkeiten aus zeitnaher Beobachtung wiederzugeben.

Herstellerangaben:

„Eine Neuinterpretation der zeitosen Duftikone L\’Eau d\’Issey, in der sich die zarte Note des weißen Lotus neu entfaltet. L’Eau d’Issey Lotus ist ein aquatischer Duft, der Ruhe und Gelassenheit verkörpert. Der Duft von Wasser auf der Haut einer Frau in einer neuen Variation.
– (Quelle: Parfümerie Pieper) –

Kopfnote:  Lotus, aquatische Noten
Herznote: arabischer Jasmin, Hyazinthe
Basisnote: weißer Moschus, helle Hölzer

Preis:  50ml für 53,95€  bei Parfumdreams, 66.95€ für 50ml  bei Parfümerie Pieper

Der Flakon ist ein Traum! Ein Traum… während ich die sommerliche Version 2014 etwas… bunt und knallig fand, ist Lotus frisch und modern! Das Grün ist so knackig, dass man hineinbeißen könnte. Es strahlt nahezu und das Metall im Deckel harmoniert damit perfekt. Die kleine Perle am Ende greift das Grün wieder auf – allerdings durchscheinend im Kontrast zum zunehmend matten Farberlauf zur Spitze hin. Durchscheinend und dennoch undurchsichtig. Ich finde ihn einen sehr stylischen Hingucker, der einen frischen und kühlen Duft suggiert. Der Schriftzug erstreckt sich in leuchtend-grünen, kleiner werdenden Lettern senkrecht über das Glas.

Ausgehend vom reinen Duftprofil des klassischen Duftes ist Lotus puristischer, heller. Während der ursprüngliche Duft aus einer Vielzahl verschiedener Nuancen zusammengesetzt ist (Kopfnote, Herznote, Basisnote), beschränkt sich Lotus auf 8 Nuancen, von denen sich nur Lotus und Moschus in beiden Düften wiederholen.

Eindruck

Im ersten Aufsprühen wirkt der Duft aquatisch und zeigt grüne Noten. Er erinnert mich zunächst stark an den klassischen L’eau d’Issey Duft (Review hier, Vorsicht… schon sehr alte Review). Leider habe ich diesen zum Vergleich nicht mehr hier, habe ihn aber selbst lange getragen. Innerhalb der ersten Trageminuten erhält L’Eau d’Issey Lotus mehr eigenen Charakter. Die enthaltenen Blüten (Jasmin, Hyazinthe) bringen eine bitter-frische grüne Note, die ganz entfernt an Gräser erinnert, wohingegen das klassische L’Eau d’Issey weicher und doch einen Hauch zeitloser ist.

Frisch, herb, dabei elegant und modern.

Im weiteren Verlauf nimmt die aquatische Frische etwas ab, die Hölzer treten mehr hervor, der Gesamteindruck bleibt aber dennoch leicht und hell.

Die Haltbarkeit des Duftes auf der Haut kommt mir relativ kurz vor. Nach 3 h nehme ich ihn leider kaum noch wahr.

Fazit

Mir gefällt die Lotus Version deutlich besser als die Sommer Version 2014 von L’Eau d’Issey. Es ist frisch, spritzig und die Farbe des Flakons gibt das Ambiente der Duftvariation gut wieder. Es ist ein perfekter Sommerduft,-  leicht und modern. Grün, aber nicht zu grün.

Normalerweise mag ich „grüne“ Düfte nicht sehr. Sie sind mir zu „spitz“ und „bitter-herb“. L’Eau d’Issey Lotus gelingt aber ein „hellgrüner“ Duft. Schließt die Augen… stellt Euch eine Frühlingswiese mit hohen, schmalen Gräsern und einem Bachlauf vor – morgens, wenn die Sonne gerade so weit aufgegangen ist, dass ihr gleißend weißes Licht durch die noch kühle Luft direkt über den Halmen eine Art Lichtschleier webt.

Der Duft von frühlingshaftem Wasser. Kühl, frisch und knackig. Wem das eigentliche L’Eau d’Issey zu tief ist, zu intensiv oder „klassisch“, dem kann ich Lotus guten Gewissens ans Herz legen. Die Edition ist limitiert und eine schönes Beispiel asiatischer Reinheit.

„Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter,
sogar die Sonne muss bei uns eine Jacke von Flanell tragen,
wenn sie sich nicht erkälten will.“
– Heinrich Heine –

Selbes Produkt, andere Autoren:

Mel et Fel

 


Wie darf es für Euch sein? Modern oder klassisch?
Holz oder Wasser?

Wenn Ihr in Eile seid und mir trotzdem zeigen möchtet, ob Euch der Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch einfach Sternchen da! Bei Gedanken, Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen freue ich mich über ein Kommentar, um sie zu berücksichtigen!
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