This Saved my Months
Periorale Dermatitis für Anfänger

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Wenn die Haut reagiert, ist man erst einmal hilflos. Insbesondere, wenn man bereits häufiger mit der Haut gekämpft hat. – Worum handelt es sich jetzt schon wieder? Ist es ein unschöner Akneschub? Eine Allergie?

Der Gang zum Hautarzt wird durch die monatelangen Wartezeiten (auch bei akuten Beschwerden) aktuell absurd. Die Bedarfsplanung der medizinischen Versorgung ist einfach veraltet. Überall wartet man Monate. – Kein Wunder, dass man zu googlen beginnt.

Die Einbeziehung des Allgemeinmediziners war außerdem wenig erfolgreich: in Annahme einer Allergie wurde eine cortisonhaltige Tinktur verschrieben, die zunächst zwar Abhilfe schaffte, jedoch direkt nach Absetzen Pusteln und Rötungen vestärkt wieder brachte. – Wie ich später (durch Googeln, Blogs und andere Betroffene) erfuhr, ist das eine typische Reaktion bei Perioraler Dermatitis, die nicht mit Cortison behandelt werden sollte!

*** Alle Bilder lassen sich mit einem Klick vergrößern ***

Wer hätte gedacht, dass man Gefahr läuft, eine Hautproblematik zu bekommen, wenn man sich gut pflegt, auf Inhaltsstoffe achtet und sich mit dem Thema beschäftigt, gerade weil man bereits andere Hautthemen hatte (Allergien, Pickel, Mischhaut). Aber gerade das ist ein “Markenzeichen” der Perioralen Dermatitis.

PERIORALE DERMATITIS (PD)

Gerade Frauen, die Wert auf Hautpflege legen, damit auch experimentieren und so häufig die Pflege wechseln, können die “Stewardessen Krankheit” bekommen, die zunächst wie Unreinheiten oder Allergie aussehen kann. Genaue Ursachen sind unklar: Veranlagung, unerkannte Fehlpflege, Überpflegung, aber auch Stress, Lichtunverträglichkeit, Magen-Darmerkrankungen oder Fluorid in Zahnpasta können u.a. eine Rolle spielen.

 

Inzwischen sind 10 Wochen vergangen und ich möchte Euch meinen Weg mit dem ungebetenen Gast berichten, der vielleicht auch für die ein oder andere von Euch hilfreich sein mag.

PD ERKENNEN

Optisch ist eine Periorale Dermatitis (PD) leicht mit einer allergischen Reaktion, Rosazea oder Akne zu verwechseln. – Die Behandlung unterscheidet sich jedoch enorm. – Wenn die “Unreinheiten”/ der “Ausschlag” durch die bisherige Behandlung nicht vergehen oder sogar schlimmer werden (durch Cortison oder die Pflegeprodukte), ist eine PD in Betracht zu ziehen und am besten ein Hautarzt aufzusuchen, auch wenn ich durch die unrealistischen Terminvergaben von 9–12 Monaten nicht sonderlich unterstützt gefühlt habe… aber vielleicht haben andere mehr Glück, denn natürlich hat Selbstmedikation und -diagnose immer auch Risiken.

Was mich davon überzeugte, nicht nur einen plötzlichen Schub unreiner Haut zu haben, war die flächige Rötung, das Jucken und die Erhitzung der Haut sowie die Tatsache, dass der Ausschlag selbst anders wirkte als meine sonstigen Unreinheiten… viele flächige, kleine Pusteln, die mit Flüssigkeit gefüllt waren im Gegensatz zu punktuellen Pickeln. Das ließ mich stutzen, auch wenn ich zunächst an eine Allergie glaubte. Aber selbst als ich Produkte weg ließ, von denen ich annahm, sie könnten Allergieauslöser sein, wurde es nur schlimmer und schien überhaupt keine Sinn zu ergeben. Wie konnte ich denn auf ALLES allergisch reagieren? So rückte die PD über Ausschlussverfahren als Verdacht in den Raum und bewahrheitete sich durch die weitere Behandlung.

BEHANDLUNG

Die Komplexität diesen Schrittes ist erstaunlich simpel: lasst alles weg. Als ich das las, war ich etwas geschockt… hatte ich mir doch gerade eine großartige Hautpflegeroutine aufgebaut, mich mit Anti-Aging beschäftigt und meine Haut war seit 2 Jahren so gut wie noch nie in meinem Leben gewesen. … Alles weglassen…(!) Nach ersten störrischen Versuchen hielt ich mich aber daran. Viel anderes blieb auch nicht, da die Haut innerhalb weniger Stunden wieder reagierte.

meine ersten zwei wochen

Innerhalb der ersten Tage war jeder Versuch, Pflege oder Makeup zu verwenden zum Scheitern verurteilt. Ich sah durch die verstärkte Reaktion meiner Haut schnell davon ab und verließ mich auf Schwarzteeumschläge.

Abends reinigte ich die Haut mit Bioderma Mizellenlotion und morgens mit Balea Sensitive Gesichtswasser.

 

PHASE 1

Einen starken (unparfümierten!) schwarzen Tee aufbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen (48h etwa haltbar). Wattepads darin tränken und 2–4 täglich auf die betroffenen Hautstellen legen und 10–20 Minuten ruhen lassen (TIP: Handtuch auf Kopfkissen legen und zum Einschlafen auf das Gesicht legen). Die Gerbstoffe wirken adstringierend, so dass die Poren sich zusammen ziehen. Durch die Verbindung der Gerbstoffe mit Eiweßen in der Oberhaut entsteht eine Schutzschicht, so dass die Haut weniger Feuchtigkeit verliert, Juckreiz zurückgeht und die Entzündungen besser werden.

ABER die Umschläge haben auch zwei Nebenwirkungen. Zum einen wird Eure Haut sich leicht gelblich färben, zum anderen wird die Haut trockener. Bei mir wurden der feucht anmutende Ausschlag trocken, schuppte sich und zeigte schließlich eine sehr wunde, rote und juckende Haut, die jedoch deutlich sichtbar verheilte und den Ausschlag los wurde.

PHASE 2

Als der Schwarztee die Haut so trocken und wund zurückgelassen hatte, begann ich mit Avene Cicalfate zu cremen, da ich den Juckreiz nicht aushielt. Es schmerzte richtig und die Creme habe ich seit Jahren bei mir und hatte auch in Verbindung mit PD durch das enthaltene Zink gutes gelesen. Es verschaffte innerhalb einer Nacht Linderung und alles heilte ab.

Auch Luvos Heilerde 2 Hautfein* war hilfreich, um Heilung und Reinigung zu unterstützen.

Folgend: morgens

Mit dem BALEA Ultra Sensitive Gesichtswasser oder auch nur lauwarmem Wasser reinige ich morgens sanft die Haut. Ich benutze bewusst kein Mizellenwasser morgens, da zu viel Reinigung gar nicht nowendig ist und ich die beanspruchte Haut lieber mehr in Ruhe lassen möchte, damit sie sich wieder einpendelt.

 

Da PD auch auf Sonnelicht intensiv reagiert, ist trotz der Nulldiät ein Sonnenschutz erfoderlich. Dafür verwende ich nur 1x morgens Paula’s Choice Resist Tageslotion SPF 50. Die Haut hat diesen Schutz unproblematisch vertragen, worüber ich sehr dankbar war.

Für etwa 1 Woche habe ich auch vollständig auf Kosmetik verzichtet aus Angst, es zu verschlimmern und an flüssige Foundation traue ich mich auch aktuell nur für sehr kurze Exkurse heran. Aber die Mineral Foundation Matte von Bare Minerals** habe ich sehr gut vertragen. Ich fühlte mich weniger beschämt und aussätzig und der Haut schien es sogar gut zu tun. Mineralfoundation bringt immer auch einen kleinen Lichtschutz (Zinkoxid & Titandioxid, ca. LSF 4) mit sich und ist entzündungshemmend (Magnesium & Zinkoxid). Die Augen hatte ich in den ersten Tagen nicht geschminkt, aber schnell bemerkt, dass es keinerlei Auswirkungen hatte, es doch zu tun.

Folgend: abends

So schnell war ich noch nie bettfertig… BIODERMA Sensibio H20 ist mir seit Jahren eine gute Begleitung. Auch die Nivea Sensitive 3 in 1 Reinigungsfluid hat mir später gute Dienste geleistet. Ich hatte es hinzugenommen, da es neben der Reinigung auch Feuchtigkeit spendet.

Alles abschminken… und danach habe ich nur eine Augencreme aufgetragen. Der Rest der Haut blieb weiterhin völlig ohne Pflege.

KEINE PFLEGE?!

Der Gedanke, ohne Pflege auszukommen, war für mich auch zuerst erschreckend. Das Hautgefühl ist ungewohnt. Wir cremen uns häufig schon seit unserer Kindheit ein. Dabei ist Creme an sich nur ein Trägerstoff, in dem die eigentlichen Wirkstoffe der Haut appliziert werden und ist zum Großteil nahezu unnötig (was ich auch bei Filabé, die ich am Wochende auf BeautyPress kennengelernt hatte, bemerkenswert finde, aber dazu zu einem anderen Zeitpunkt mehr). Sich eingecremt fühlen zu “müssen” ist hauptsächlich Konditionierung und Gewohnheit, hat aber nicht unbedingt mit der tatsächlichen Gepflegtheit oder dem Zustand der Haut zu tun, obwohl das bei sehr trockenen Hauttypen variieren mag.

 

In den letzten Wochen werde ich immer wieder darauf angesprochen, dass meine Haut wieder sehr gut aussieht. Es gibt nur noch vereinzelt kleine Pusteln als schnelle Reaktion, ansonsten hat sie sich gut eingependelt. Mal trockene Stellen, aber auch das reguliert sich bislang.

WANN IST DAS WEG?!

Die Frage kann ich nicht beantworten. Es kann wohl Wochen und Monate dauern. Bei schweren Fällen wird zusätzlich ein Antibiotikum vom Arzt verschrieben. Ich kann nur sagen… solang ich alles halte wie oben beschrieben, kann ich mich problemlos schminken (als Foundation Mineralmakeup, verzichte aber auch auf Primer, etc.) und sehe völlig normal aus.

Firmen wie Avene und Dermasence bieten Produkte für überempfindliche Haut an und ich traue mich aktuell immer mal wieder einen Tag mit einer Creme, einem chemischen Peeling oder einem anderen Pflegeprodukt einzulegen. Auch den neuen In-Dusch Makeup Entferner von NIVEA und die In-Dusch Gesichtspflege habe ich mehrere Tage lang anstandslos vertragen, was mir Hoffnung gibt. – Ich beginne wieder vorsichtig zu experimentieren. Und auf “trockene” Pflegeprodukte wie Filabé bin ich extrem neugierig… dafür möchte ich mir Zeit nehmen und Euch ausführlich und isoliert über einige Wochen sgetestet berichten.

Beim ersten Anzeichen von Pusteln und Rötung kehre ich fluchtartig zu lauwarmem Wasser, Mizellenlotion und Paula’s Choice Tagelotion SPF50 zurück. Da gibt es keine Diskussion. Das ist kein Duell mit der Haut, das ich gegen sie gewinnen muss. Ich muss es MIT ihr lösen.

Sollten Eure Hautprobleme diffus sein, nichts helfen und Ihr von einem Produkt zum anderen wechseln in der Hoffnung, eines schlüge an… vllt. ist auch für Euch die Lösung, eine Nulldiät zu schaffen, damit die Haut sich regenerieren kann.

Was ich gelernt habe:

  • Wenn die Haut Probleme macht. Alles auf viel weniger reduzieren als ich je gedacht hätte!
  • Ich bin morgens und abends viel schneller als zuvor in Bad und am Schminktisch!
  • Schwarzer Tee ist ein gutes Hausmittel
  • Avene Cicalfate werde ich weiterhin immer im Haus haben (auch toll bei eingerissenen Mundwinkeln, wunder Haut am Auge oder Pickelwunden)
  • Vielleicht braucht Haut doch weniger als man oft denkt

Gleiches Thema, anderer Blog:
LaMiezee
Pai Skin Solutions Blog
Alabastermaedchen
Glam Up Your Lifestyle

Wenn Ihr in Eile seid und mir trotzdem zeigen möchtet, ob Euch der Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch einfach Sternchen da! Bei Gedanken, Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen freue ich mich über ein Kommentar, um sie zu berücksichtigen!

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**Enthält einen Affliate Link

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21 Comments

  • Liebe She-Lynx,
    deinen Artikel haben wir verschlungen! DANKE für deinen Erfahrungsbericht, er wird vielen sicher helfen. Ärzte und ihre Termine. Für unsere Augenvorsorge sollten wir bei einem Arzt mehr als 6 Monate auf einen Termin warten. Wenn aber etwas Akutes im Raum steht, empfehle ich (Anni) die Notsprechstunden in Krankenhäusern bzw. die Notfallkliniken. Man darf im Krankenhaus etc. nicht abgewiesen werden, es sei denn es gibt dort keine Dermatologie ;). Auch die Telefonnummer 116 117 hilft, um am WE eine Notfallpraxis zu finden. Vielleicht hilft dieser Tipp weiter.

    Manchmal ist weniger mehr. Wir hören auf unsere Haut, gerade bei Wirkstoffpflege hilft uns der Satz: A little goes a long way, z.B. in Bezug auf Retinol. Wobei wir das mit unseren anderen Pflegeprodukten auch so handhaben und z.B. Cremes nicht in der T-Zone auftragen, weil dort eh schon viel natürliches Fett (Hallo Talgdrüsen) ist. Daher lieben wir Seren für das ganze Gesicht. Bei der Reinigung sind wir immer ganz schnell fertig, besonders morgens: Auch nur lauwarmes Wasser. Fertig :). Für viele ist das immer noch ungewohnt, besonders für die Anhänger von Reinigungsbürsten. Diese Dinger sollten verboten werden…

    In punkto Makeup sind wir wohl mittlerweile zu kleinen Ökos mutiert, tragen lieber Haut als Makeup. BB Cream kommt immer mal zum Einsatz, aber meist nur noch als Concealer. Unsere dekorative Kosmetik wird uns wohl überleben. Wo wir gerade bei Makeup sind: Auf Lippenstift könnten wir hingegen nie verzichten. Deine Kussmund-Bilder auf Instagram laden jedes Mal zum Nachschminken ein ;).

    Gute Hautbesserung (gute Preise lassen wir weg ;), Annalena und Magdalena

  • Ein sehr interessanter und bestimmt auch hilfreicher Beitrag..
    mir ging es schon vor mehr als einem Jahr so, Püntklich zum Winter-Ausklang. Ich habe mich dann an die Empfehlung ‚Null-Diät‘ gehalten und an den betreffenden Stellen (zum Glück nicht großflächig und nur um die Nase rum) wirklich alles weggelassen. Alles. Im Dermatologen-Leitfaden steht nämlich sowas wie ‚wenn es nach 3 Wochen Nulldiät nicht um 50% besser ist, kommen Medikamente zum Einsatz‘. Ich habe also Vorher-Fotos gemacht, 3 Wochen abgewartet und dann wieder fotografiert – da es besser geworden war, habe ich mir den Hautarzt-Termin anschließend gespart und bin ähnlich wie du vorgegangen: mit nur etwas mehr als ’nichts‘ 🙂
    Ich habe das aber nur gemacht, weil ich wusste, daß ’nichts auftragen‘ kaum gefährlich sein könnte. Mit anderen Sachen oder Hausmittelchen habe ich nicht experimentiert.
    Nach der milden Reinigung allein habe ich dann den Sonnenschutz wieder eingeführt. Aktuell kann ich wieder alles nutzen, habe aber auch komplett alles, was nicht reizfrei und für sensible Haut (= mineralischer LSF) ist, aussortiert, inklusive Makeup. Sogar bei Teintprodukten bin ich langweilig bei zwei Sachen von Paula’s Choice angekommen und wechsele nicht mehr 🙂
    Ein Schlüsselwort ist wohl: langsam wieder anfangen. Immer nur eine Sache neu dazunehmen und die Haut wochenlang an diese gewöhnen, bis wieder was Neues hinzukommt. Damit bin ich sehr gut gefahren.

    Übrigens muss ich zu einem Punkt deiner Ausführungen etwas hinzufügen:
    „Dabei ist Creme (…) zum Großteil nahezu unnötig. Sich eingecremt fühlen zu “müssen” ist hauptsächlich Konditionierung und Gewohnheit (…)“

    Das trifft bestimmt auf viele Hauttypen von fettig bis normal zu, aber bei echt trockener Haut (genetisch bedingt) oder auch bestimmten Hautkrankheiten, bei denen die Hautbarriere gestört ist, ist Creme bzw. Okklusion nicht optional. Die Texturen/ Cremegrundlagen für trockene bis sehr trockene Haut sind fast genauso wichtig wie die darin enthaltenen Wirkstoffe. Wer diesem Hauttyp angehört und sich mal im Winter ein paar Tage lang nicht eingecremt hat (ich sag nur: schwere Erkältung und Bettruhe) weiß, was ich meine. Manche Haut BRAUCHT Creme , weil sie sonst anfängt zu schuppen, zu spannen und sichtbar auszutrocknen. Das ist für jemanden mit normaler Haut, die wirklich auch gut ohne jegliche Creme überleben kann, vielleicht nicht nachzuempfinden.. aber ja, trockene Haut braucht spürbar(!) Creme, um auch gesund zu bleiben (da sie schlicht etwas ersetzt, was diesem Hauttyp fehlt).

    LG und alles Gute

    • Danke Dir für Dein Kommentar! Ich werde den Punkt bei mir noch ein wenig umformulieren – Du hast wahrscheinlich Recht. Ich war nur vom WE auch noch so beeindruckt von dieser Trockenpflege, die auch Hyaluronsäure und andere Bestandteile für Feuchtigkeit in trockenem Zustand unterbringt.

      Ich nehme langsam auch wieder mehr hinzu… bisher habe ich Glück, probiere mich aber sehr vorsichtig.

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für Deine Erfahrungen :-*
      Alles Liebe

  • Ich wünsch dir gute Besserung! Ich hab kein PD aber ich hab mit dutzenden Unverträglichkeiten zu kämpfen und kann mir vorstellen was du durchmachst.

  • Hallo! Ich kann ungefähr nachvollziehen, wie es Dir damit gehen muss. Ich habe seit meinem zweiten Lebensjahr Neurodermitis und wollte ewig lange keine T-shirts tragen, damit man meine vernarbten Arme nicht sieht. Zumindest war es bei mir als Kind so.

    Heute, gut 20 Jahre später sind noch viel mehr Narben dazu gekommen, die zu mir gehören wie meine Haut eben. Sich nicht wohlfühlen in seiner Haut hat daher wohl eine wahre Bedeutung.

    Umso mehr braucht es wohl Überwindung auf alles Kaschierende verzichten zu müssen. Die Ritterrüstung aus Make Up und Concealer, um den Alltag gut überstehen zu können.

    Alles Liebe, Heli

  • Liebe She-Lynx,
    Ein sehr interessanter Beitrag! Ich kann die Problematik sehr gut nachvollziehen, da ich zwar nicht unter PD aber unter Psoriasis leide. Mittlerweile habe ich die Erkrankung gut im Griff, alleine an den Ohren zeigt sie sich mitunter sehr hartnäckig. Aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als meine Augenlider & -brauen betroffen waren & ich das Gefühl hatte, jeder schaue dort hin.
    Es ist schön, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst & ich hoffe, dass es deiner Haut nun dauerhaft besser geht.
    Glg
    Jennifer

  • Mir ging es recht ähnlich, nur das ich schnell einen Termin beim Hautarzt bekam bei dem ich schon öfters war.
    Das Ergebnis war aber im Grunde dasselbe. Erst mal alles weg lassen. Keine Pflegecremes mehr, Reinigung mit Dermowas-Seife und dazu medizinische Hautsalben. Als Make-up empfahl sie mir Toleriane von La Roche Posay. Die Hautreaktion ist schnell besser geworden damit. Das ist jetzt auch schon länger her, aber ich bin immer noch vorsichtig. Hauptsächlich lag es wohl an zuvielen Cremes die ich durcheinander probiert habe.
    Jetzt benutze ich immer noch Dermowas-Seife, Bioderma Mizellenlösung, morgens Effeclar K, abends Toleriane und ein Serum gegen Pigmentflecken. Alles von La Roche Posay.
    Ist schon doof mit so empfindlicher Haut.

    Liebe Grüße

  • Wow, was für ein spannender und informativer Artikel. Und was für ein unangenehmes Thema, das klingt wirklich nicht gut. Ich litt Jahre an ziemlich heftiger Akne und hatte durch meine aus dem Gleichgewicht geratene Haut auch ziemliche Selbstzweifel (dabei kann man ja oft gar nichts für seine Hautprobleme), weswegen ich sehr froh bin, bisher von PD verschont geblieben zu sein. Ich hoffe sehr, deine Haut pendelt sich auch wieder ein und du kannst bald zu deiner gewohnten Pflegeroutine zurückkehren.

  • Ein wirklich toller Beitrag!
    Ich selber hatte letztes Jahr auch mit starken Hautproblemen zu kämpfen. Meine Hautärztin hat die Diagnose Akne gestellt, aber ich bin mir da bis heute nicht sicher. Für mich sah es nicht nach Akne aus und auch Freundinnen und Verwandte, die selber mit Akne zu kämpfen hatten, sagten mir oft „Für mich sieht das nicht nach Akne aus!“. Aber egal, was es war, bezogen auf die Pflege ist definitiv weniger mehr. Vor meinem Hautarztbesuch habe ich das komplette Programm durchgezogen: Abschminken, Waschgel, Peeling, Gesichtswasser, Pflege, Augenpflege. Als ich das meiner Hautärztin erzählt habe hat sie nur die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen und gesagt „Vielleicht sollten Sie es einfach mal mit klarem Wasser probieren und ihre Haut würde sich schon verbessern“.

    Heute benutze ich nur noch das Mizellenwasser von Garniere zum Abschminken, dann klares Wasser und die Creme, die mir meine Hautärztin verschrieben hat – fertig. Zitat meiner Ärztin: „Junge Haut braucht diesen ganzen Kram nicht!“.

    Viele liebe Grüße,
    Julia <3

  • Danke für Deinen Erfahrungsbericht, obwohl ich noch keine PD hatte, kann ich mir ein wenig vorstellen ( komplett sicher nicht) wie das sein muss, wenn die Haut ein “ eigensinniges“ Eigenleben entwickelt, gerade wenn man sich mit Layering und umfangreicher Hautpflegeroutine beschäftigt und dann alles wieder weglassen muss. Ich habe öfters mal Probleme mit geröteter Nase ( unten an der Nase), dann wird die Haut ganz trocken und reißt ein. Sehr unheimlich und blöd. Meine persönliche Neuentdeckung dafür ist von Christine Niklas “ Anti Aging Creme Anti Redness“, die ich als Probe bestellen konnte und seither ist die Haut viel besser an diesen Problemstellen.
    Das PC SPF50 Youth- Ext. Fluid ist für mich auch ein Wunder, ich liebe es sehr und verstehe Deine Dankbarkeit sehr. Es ist für mich die allereinzige Sonnencreme, die ich nicht merke, die ich verwenden kann wie eine normale Feuchtigkeitscreme und in allen Punkten vertrage. Ich weiß, dass es bessere Filter gibt und nutze sie auch nicht an “ Extremtagen“ ( Freibad, Urlaub, Wandern etc.), aber sie sticht für mich so positiv aus all meinen ausprobierten Pleiten heraus ( habe dieses Jahr sicher wieder an die 10 neuen getestet) und von brennender Haut, brennenden Augen, extremes Weißeln und Krümeln ohne Ende war mal wieder alles dabei, dass ich einfach so froh bin, sie zu haben!
    Weiterhin wünsche ich Dir, dass Deine Haut wieder ganz gesund wird!
    Liebe Grüße, Martina

  • Ich mag deine Einstellung das ganze „mi“ deiner Haut zu lösen! Und freue mich dass es deiner Haut schon besser geht und du dich wieder nach und nach an andere Produkte heran trauen kannst. Über die Filabe Tücher habe ich jetzt schon ein bisschen was gelesen, muss aber sagen, dass ich da irgendwie ein bisschen skeptisch bin. Daher bin ich besonders gespannt auf deinen Beitrag wenn es dann irgendwann soweit ist.
    Liebe Grüße
    Gwen

  • Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Mir erging es Ende letzten Jahres sehr ähnlich. Habe ich PD um den Mund (Lachfalte) bekommen. Ich habe alles möglich ausprobiert, nichts half. Ich ging zum Hautarzt und diese hat mir eine Creme verschrieben, ich dürfte nur diese morgens und Abends verwenden. Das habe ich nur 2 Tage durchgehalten, da sie meine Haut so dermaßen austrocknete… Ich war ganz unglücklich. Dann habe ich weiter recherchiert und bin dann auf die Pflege von Avene für sensible Haut gestoßen. Diese habe ich mir gekauft und innerhalb von 1 Woche habe ich es wieder in den Griff bekommen, hätte ich sie mir nur früher geholt 😉 Ich war so glücklich und verwende sie heute noch sehr gern. Abwechselnd mit anderen Tagespflegen von PC. Ich habe auch auf viel dekorative Kosmetik in der Zeit verzichtet und meine Haut hat sich sehr gut erholt.
    Liebe Grüße, Jules 🙂

  • Oje, das hört sich sehr schmerzhaft an und ich drücke beide Daumen, dass es bald vorbei ist. Eine gute Faustregel ist sicher, erst eine neues Produkt anzufangen, wenn das andere aufgebraucht ist. Ich habe das Gefühl, gerade bei Bloggern wird da zu viel rumprobiert :-/ aber hinterher ist man immer schlauer 😉

  • Liebe She-Lynx

    Danke für diesen Eintrag, ich erkenne mein Haut-Problem darin wieder, wenn auch in abgeschwächter Form. Ich versuch mein Glück mit der soeben überarbeiteten Hautcreme+ von Beyer & Söhne (die Variante für normale Haut). Ich hab eine Probiergrösse bestellt und mein Eindruck nach 4 Tagen ist sehr gut. Das Mikrofasertuch hab ich auch.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Nicole

  • Liebe She-Lynx,

    ich bin so dankbar über deinen Artikel! Wie ich seit dem Zeitpunkt feststellen durfte, als ich deinen Blog entdeckte, bist du in wirklich vielen Punkten mein „Haut-Zwilling“ 😉
    Auch ich habe die PD schon einige Male durchgemacht. Insbesondere in den Wintermonaten. Zu viel gecremt. Zu viel Pflege im Allgemeinen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich Cremes in welcher Art und Weise auch immer nicht sonderlich gut vertrage. (Abgesehen von ein paar Tropfen „Pai-Roseship-Oil“ alle paar Tage, welches ich mir dank deiner Empfehlung zugelegt habe.)
    Im Grunde genommen bin ich da, was unsere Haut betrifft, ganz bei dir: Sich einzucremen ist oft nur dem Gefühl geschuldet, welches man abends nach dem Abschminken hat. Reine Konditionierung. Es geht auch mal ohne. Insbesondere in den Sommermonaten.
    Als kleinen Tipp kann ich dir daher das Thermalwasser von Avene wärmsten empfehlen. (Dieses Wässerchen ist auch Grundlage zahlreicher Pflegeprodukte dieser Linie, aber in seiner reinsten Form gefällt es mir am besten.) Ich benutze es inzwischen als Creme-Ersatz morgens und abends (und trage je nach Bedarf ein Hautöl auf). Sogar als Make-Up-Unterlage ist es bestens geeignet, weil es die nötige Brücke zwischen der Haut und dem Make-Up schlägt. Auch zwischendurch aufgetragen ist es einfach nur ein herrlich erfrischendes Gefühl. Als Toner findet es ebenso seinen Einsatz … Die Liste scheint endlos und ich bin jedes Mal erneut begeistert, wie sehr es mir hilft.
    Ich drücke dir weiterhin die Daumen und wünsche dir gute Besserung!
    Liebe Grüße,
    Jenny

  • Hi, ich hab auch gemerkt, dass ich PD habe,
    ohne Rötung an einer kleinen Stelle am Kinn.
    Erst dachte ich, es seien Unterlagerungen, da ich die auch an der Stirn habe.
    Ich benutze seit ein paar Wochen die 2% BHA Lotion von PC und sie ist mir sehr „wichtig“, grade für meine Stirn.
    Denkst Du, es reicht wenn ich alle Pflegeprodukte am Kinn weglasse und an Nase und Stirn weiter peele? Auf mein Feuchtigkeitsserum könnte ich verzichten, Makeup oder Foundation nutze ich nicht. Wäre Dir wirklich sehr dankbar für Deine Hilfe!! 🙂

  • Liebe She-Lynx,

    ich habe leider seit drei Monaten genau das gleiche Problem. Ich habe mich so über eine super gesunde und natürliche Pflegeroutine mit Dr. Hauschka und Martina Gebhardt gefreut. Meine Haut sah gut aus. Ich dachte, dass meine ewigen Hautprobleme (Pickel, Unreinheiten, Mischahut) endlich vorbei sind. Und dann bang…ich habe periorale dermatitis. Wieso? Warum? Wozu? Wie kann eine Narutpflege mit guten Inhaltsstoffen zu sowas führen.
    Heute hat mir meine Hautärztin die Avene creme peaux intolerantes gegeben. Hoffentlich wird sie helfen. Karin von innenaussen.com war damit sehr zufrieden.

    • Oh Du Arme – ich fühle mit Dir und kenne das Problem… Meine Haut brauchte absolute Nulldiät… ich habe so gut wie nichts ausgehalten auf der Haut … die Masken mit schwarzem Tee waren sehr hilfreich, aber die Haut brannte irgendwann und war ungewohnt trocken… ich merkte aber, dass dadurch auch der kleine Ausschlag austrocknete… Da half dann die AVENE Cicalfate an stellen (übrigens auch so eine tolle Wundcreme) – Die Intolerantes von Avene ist auch toll – aber die ging bei mir erst später… ich glaube, man muss einfach probieren und deutlich reduzieren… Viel, viel Erfolg – und bisschen Geduld. Tip: Mineralfoundation hat mir über die Tage geholfen. Mit Mizellenwasser ließ es sich gut abnehmen.

  • Hallo.
    Ich bin gerade auf deinen Artikel gestoßen. Ich weiß jetzt seit Dienstag, dass ich Pod habe und leide total darunter. Ich habe leider als ich anfangs die pickelchen hatte eine cortisoncreme drauf geschmiert. Leider das schlimmste…. Habe jetzt eine Creme von Arzt bekommen und benutze so wie du nur noch bare minerals puder. Schwarz Tee hilft mir auch unheimlich. Und ich habe mir eine zahnpasta ohne flourid zugelegt da es ja auch damit zu tun haben kann. Ich hoffe es geht einfach bald weg 🙁

    • Ich wünsche Dir, dass es bald weg ist. Bei mir kommt es teilweise mal kurz wieder, ist aber immer wieder gut unter Kontrolle zu bringen, wenn ich Cremes (bis auf Sonnenschutz) absetze, Mineralfoundation verwende und die Haut einfach in Ruhe lasse… Bei mir gab es auch Cortisoncreme von der Hautärztin… habe ich mich im Nachhinein furchtbar geärgert… Was mir auch hilft ist von Paula’s Choice die Creme mit Azelainsäure… im Nachhinen habe ich auch irgendwo gelesen, dass dieser Wirkstoff tatsächlich auch gegen POD helfen soll. Vllt. auch etwas? Aber in jedem Fall: Produdkte auf Null reduzieren und abwarten… und wenn die Haut nicht mehr wund ist, mach ein sanftes Peeling… die ganzen langsam verheilenden Oberflächen können sehr trocken und schwierig sein.

      • Danke für deine Antwort. Inzwischen ist es gut verheilt. Bis auf ein paar kleine rote stellen.und ich traue mich langsam an normale gesichtscreme.allerdings bleibt die Angst, dass es wiederkommt .. Wie du schon geschrieben hast man beobachtet immer wieder ob man ein Produkt verträgt. Bei mir funktioniert origins sehr gut. Hatte ich vorher auch immer… Ich hoffe einfach, dass es nicht wieder kommt.. Liebe grüße an dich und alle .Haltet durch! Es geht vorbei!

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