The Ordinary
Serum Foundation

Wenige Marken haben es geschafft einen so rasanten Bekanntheitsgrad über die Grenzen hinweg zu erhalten wie THE ORDINARY von DECIEM. Durch die nach Inhaltsstoffen baukastenartig zusammenstellbare Hautpflege haben sie sich in die Schränke von Bloggern, Youtubern und Hautfetischsten begeben. Aber jetzt haben sie auch eine „Colours„Serie entwickelt… Makeup!

*** EIGENES PRODUKT ***

Während ich aktuell noch – wie einige – seit einigen Wochen auf die Coverage Foundation warte, hat die Serum Foundation mich bereits in  zwei Nuancen erreicht und wurde über drei unterschiedliche Tage von mir getragen, so dass ich zu Eindrücken gekommen bin. Meine Erwartungen waren trotz des geringen Preises hoch.

INFORMATIONEN

HERSTELLERINFORMATIONEN

Die Serum Foundations sind leichte Formulierungen mittlerer Deckkraft, die in 21 Nuancen erhältlich sind. Das Finish sieht natürlich aus mit einem leichten Tragegefühl. Die Pigmente sollen natürlich auf der Haut wirken, sich nicht in feinen Linien sammeln und lange Tragbarkeit gewährleisten. Das Finish sei semi-matt. Sie enthalten einen SPF von 15 ohne die Verwendung eines chemischen Sonnenschutzes, nur durch Verwendung von Titanium Dioxide. Dies sei einzigartig, da es sehr schwer sei, einen natürlichen, leichten Look ohne chemische Filter zu erreichen.

1 – sehr hell bis hell // 2 – Medium // 3 – dunkel
0-3 entspricht der Tiefe der jeweiligen Kategorie
P (Pink), R (Red), N (Neutral), Y (Yellow) // S (Silver Highlights) , G (Gold highlights)

The Ordinary bietet außerdem eine kleine Übersicht als Hilfe bei der Auswahl.

(Quelle: Deciem -The Ordinary)

INHALTSSTOFFE

Cyclopentasiloxane, Aqua (Water), Caprylyl Methicone, Coconut Alkanes, Methyl Methacrylate Crosspolymer, Trimethylsiloxysilicate, PEG-9 Polydimethylsiloxyethyl Dimethicone, Coco Caprylate/Caprate, Dimethicone/PEG-10/15 Crosspolymer, Cetyl Diglyceryl Tris(Trimethylsiloxy)silylethyl Dimethicone, Dipropylene Glycol, Tocopherol, Polyglyceryl-3 Diisostearate, Polyglyceryl-3 Polyricinoleate, Polyglyceryl-4 Isostearate, Disteardimonium Hectorite, Hectorite, Sodium Chloride, Hexyl Laurate, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, PEG-10 Dimethicone, Stearic Acid, Alumina, Trisodium Ethylenediamine Disuccinate, Phenoxyethanol, Chlorphenesin. May Contain [+/-]: Titanium Dioxide (CI 77891), Iron Oxides (CI 77491, CI 77492, CI 77499), Tin Oxide, Aluminum Hydroxide, Bismuth Oxychloride (CI 77163), Mica, Triethoxycaprylylsilane.

BEZUGSQUELLE

Preis: 6,70 Euro für 30ml über Deciem (ich bin mir gerade nicht sicher, ob Deciem überhaupt Versandkosten hat… wenn, dann mit einem relativ geringen MBW) – Es lohnt sich, auch bei NIOD und HYLAMIDE zu stöbern…

Farbe

Wirklich hell und wie versprochen neutral zeigen sich die Swatches der zarten und flüssigen Foundation. Die sehr dünne Konsistenz trocknet flink pudrig an, so dass ein schnelles Arbeiten notwendig ist. Da ich normalerweise zu Foundations im Bereich NC10-15 greife würde ich hier sagen: wirklich etwas für helle Haut.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N | 1.0NS
The Ordinary Serum Foundation 1.0N | 1.0NS (frisch aufgetragen)

Ein fluffiger Pinsel (Stippling Brush) oder Schwämmchen wären für den Auftrag zu empfehlen. Der Auftrag selbst sollte über langsames Intensiveren stattfinden, sonst kann die Foundation schnell fleckig aussehen. Aber trägt man eine dünne Schicht nach der anderen auf, wird das Finish sehr zart.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N | 1.0NS
The Ordinary Serum Foundation 1.0N | 1.0NS (getrocknet)

Selbst im getrockneten Zustand oxidiert die Foundation nur minimal und bleibt neutral. Einen silbernen Eindruck macht die Nuance 1.0NS mir selbst bei näherer Betrachtung nicht. Sie habe ich bisher noch nicht auf dem Gesicht aufgetragen… kam mir doch die 1.0N bereits schnell glänzend vor.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N
Ohne Foundation | Mit Foundation 1.0N (ohne Concealer) | Full Makeup

Die Foundation wirkt in der Tat fast zu hell, wenn ich es so auf dem mittleren Bild betrachte. Man erkennt, dass das Finish zunächst matt wirkt. Im Gesamtbild gleicht sich alles zu einem zarten Porzellanteint aus, der ein leichtes Strahlen mit sich bringt.

FAZIT

Ich finde insbesondere bei Foundations Naufaufnahmen immer wichtig. Im Gesamtbild kann eine Foundation auf 2-3 m Abstand schön wirken, während sie bei näherem Hinsehen jedoch ihre Schwächen zeigt. Wie schön die Foundation direkt nach dem Auftrag wirkt, könnt Ihr an dieser Aufnahme sehen: Es sind vereinzelt etwas „verpuderte“ Stellen zu erkennen, aber diese sind so klein, dass sie nicht weiter auffallen. Am Nasenflügel erkennt man eine leichte Betonung trockener Stellen, alles in allem ist das Ergebnis jedoch sehr schön.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N
Tragebild direkt nach dem Auftrag

Nach sieben Stunden ohne Auffrischen sieht das Ergebnis jedoch anders aus. – Wo sind Bronzer und Kontur hin? Die Struktur meiner Haut und einige Pigmentflecken sieht man deutlich durchscheinen, die Poren neben den Nasenflügeln wirken größer als ohne Makeup und der Glanz ist extrem. Nun neige ich auch zu einer öligen T-Zone, allerdings bot der Tag keine Hitze, so dass ich mit dem Ergebnis äußert unzufrieden bin.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N  nach 7 Stunden

Mein Fazit: schade. Im ersten Moment wirkt die Foundation sehr schön, hauchzart und bietet eine wunderschöne Porzellanfarbe. Im weiteren Verlauf gefällt mir meine Haut jedoch leider gar nicht. Gut gepflegte aber an sich trockene Haut mag von ihr mehr profitieren. Die Deckkraft hat mich an sich positiv überrascht, hat jedoch einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus.

The Ordinary Serum Foundation 1.0N
Direkt nach dem Auftrag

Mir bleibt die Neugier auf die Coverage Foundation. Foundations sind eine sehr individuelle Angelegenheit und ich kann mir gut vorstellen, dass sie für andere gut funktioniert. Auch der geringe Anschaffungspreis bei der Farbauswahl ist einfach spannend  und so ist auch ein Fehlversuch kein wirkliches Ärgernis. – Ich werde meine Varianten wahrscheinlich beim InstaSale einstellen, so kann sich eventuell noch jemand darüber freuen. Alle dort gezeigten Produkte sind übrigens noch zu haben. Ich lösche bei erfolgreicher Transaktion immer die bereits verkauften Produkte.

Inzwischen könnt Ihr bei YouTube außerdem ein Video finden, bei dem ich ein kleines „Instagram Get Ready With Me“ aufgenommen habe. Ein erster Versuch und Instagram ist einfach kein gutes Format für diese Idee… Das Video ist daher leider um 90° gedreht, aber kann dennoch einen Eindruck meiner Foundationroutine geben sowie der Lancôme Teint Idole Ultra Wear, die ich aktuell teste.

Welche leichten Foundations
liebt Ihr?

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4 Comments

  • Ich habe die Serumfoundation auch schon ausprobiert und kam so ziemlich zum Gleichen Fazit wie du. Auch bei mir wurden trockene Stellen betont und die Haltbarkeit war nur okay.

    Die Coveragefoundation ist bei mir zeitgleich mit der Serumfoundation eingetroffen und ich finde sie wesentlich besser für trockene Haut auch wenn sie nicht total Full Coverage ist. Ich hab allerdings bei beiden keinen wirklichen Unterschied bei der Version mit den Silberpigmenten feststellen können.

    Insgesamt hatte ich irgendwie mehr erwartet.

    Liebe Grüße Andrea

  • Farbe und Finish sehen bei dir direkt nach dem Auftrag echt wie ein Traum aus. Schade, dass sich die Foundation für dich nicht in der langzeit bewährt, obwohl ich dazu sagen muss, dass ich das 7-h-after-foto jetzt gar nicht sooo dramatisch finde. Meine haut sieht grundsätzlich immer so aus – egal mit welcher foundation (leider bin ich nicht mit so einer tollen porzellanhaut wie du gesegnet 😉 Aber jeder hat da andere Ko-Kriterien & Ansprüche

    Liebe Grüße
    Judith

  • Von der Farbauswahl find ich das echt vorbildlich. Allerdings spricht mich das Produkt nicht an, weil ich trockenes Häutchen eher ein Glow-Finish brauche. Um alles, was nur annähernd in die pudrige Richtung geht, mache ich einen großen Bogen. Schade, dass die Haltbarkeit nicht überzeugt.

  • Schade, dass der eingebaute Selbstzerstörungsmechanismus so zuschlägt.
    Von der Farbauswahl her scheinen ja endlich mal vernünftige Farben dabei zu sein und zu dem Preis käme es vielleicht für mich auch einfach mal auf einen Versuch an.

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