Guerlain Shalimar Parfum Initial l’eau

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Duft auf Probe

– Ein Duft zwei Nasen – 

– Teil 5 –

Guerlain – Shalimar Parfum Initial l’eau

 

Dies ist der fünfte Teil der Blogreihe „Duft auf Probe“. Dabei schreiben Maris Lilly von Beauty & More  und ich über identische und in der Zwischenzeit – in Eigenregie – über allerlei Pröbchen, die uns sonst noch in die Hände gefallen sind.

– Ein Duft/Zwei Nasen
– nach Gelegenheit unterschiedliche Düfte in der Zwischenzeit auf beiden Blogs

Viel Spaß beim Lesen und lasst uns gerne Eindrücke da, wenn Ihr die Parfums kennt, liebt oder lieber nicht in der Nase habt!

Allgemein:

Shalimar ist bereits ein sehr bekannter Duft von Guerlain, der durch Shalimar Parfum Initial l’eau modern weiter entwickelt wird. Das Original gibt es seit 1925. Es ist eines der ältesten noch erhältlichen Parfums. Es ist nach den Shalimar Gärten benannt, die der indische Mogul Shah Jahan seiner Lieblingsfrau Mumtas Mahal widmete.Noch heute sind sie Teil des Unesco Kulturwelterbes. Die moderne Interpretation zeigt sich in einem floral-ambriger Erlebnis… ein „Parfum der Initiation“.

Es hat bisher nur wenige Variationen des Originalduftes gegeben. Jedes hat eine eigene FAcette des Originals herorgehoben. Parfum Initial l’eau zeigt sich in der Betonung der floralen Noten – insbesondere Iris  und Rose. Ein Spiel mit den Proportionen.

Kopfnote:  Bergamotte
Herznote: Rose, Iris, Jasmin, Note Kandierter Früchte
Basisnote: Vanille, Patschuli, Karamell, Ambra

Der  Flakon ist ein gläserner Zylinder gefüllt mit einer weich-warmen Flüssigkeit, die im Glas fast etwas träge und Ölgleich wirkt. Der Verschluss führt die Form des Zylinders in einem warmen rosé-goldenen Metallton fort.

Den Duft gibt es als Parfum in 40ml, 60ml und 100 ml. Er kostet bei Douglas zwischen 56,90 und 112 € und als Eau de Toilette in 40m, 60ml und 100ml für 52,90-94€.

Duft auf Probe – Eigener Eindruck:

Zunächst ist der Eindruck ein kleines Naserümpfen, denn Shalimar initial l’eau erinnert an die  Parfums meiner Mutter, als ich noch kleiner war. Diese schweren, in den Phiolen dunkel gewordenen Düfte, die nach “reifer” Frau riechen und ähnelt darin wahrscheinlich dem Originalduft, der für Frauen vor fast 100 Jahren entwickelt worden war. – Dieser Eindruck fächert sich jedoch weiter auf und die Bergmotte tritt citrisch und recht dominant auf.

Während der nächsten 20 Minuten legt sich Shalimar initial l’eau in einer Art dunklem Puder auf die Haut. Die Schwere von Vanille, Patchouli und Karamell bilden die Basis für die floralen Noten, – inbesondere die Rose. Dabei erinnert mich der Duft an eine etwas leichtere Variante von dem kürzlich erschienenen La Vie Est Belle von Lancôme (Review dazu hier). Die Karamellnoten sind bei beiden ähnlich und geben dem Duft eine Gourmondnote, er ist dabei jedoch nicht zu süßlich, sondern trägt etwas Rauchiges dabei, das Reife und etwas Großkatzenhaftes vermittelt.

Der Typ zum Duft

Das ist für mich ein Duft für besondere Ereignisse. Auf meiner Haut wird er sehr warm-herb. Die floralen Noten ordnen sich der Dominanz von Patchouli unter. Daher wäre dies für mich ein reiner Abendduft. Ich sehe ihn an sehr erwachsen und attraktiven Frauen ab 25, die eher mit zeitloser Weiblichkeit gesegnet sind als mit unschuldigem Charme. Der Duft erhält etwas sehr Sinnliches, Hautnahes, jedoch auch eine orientalische Note, die eine gewisse Schwere vermittelt.

Ich sehe dazu Abendkleider, dunkle Farben oder eine Frau, die auch am Tag mit Stil und Extravaganz die Welt betritt.

Fazit:

Ich habe das Gefühl, dass dieser Duft in einer bestimmten Stimmung etwas für mich sein könnte – ähnlich wie Lancôme la Vie est Belle, der vielleicht noch etwas karamelliger und süßer wird, während Shalimar initial l’eau auf meiner Haut rauchig-pudrig ist, schwer ohne erdrückend zu sein. Dennoch wäre er die meisten Tage für mich zu schwer und könnte zu Kopfschmerzen bei mir führen, wenn ich ihn dauerhaft unter der Nase hätte.

Dennoch gefällt mir Guerlain Shalimar Parfum initial l’eau besser, je länger ich ihn rieche. Eine pudrige Komposition aus Bergamotte, Patchouli und Rose. Nicht zu süß, nicht zu schwer… Vielleicht (wie der Name „initial“ ja schon sagt) eine Initiation zu den großen, erwachsenen, weiblichen Düften… Ein verbindendes Element zu einem Duft, der fast 90 Jahre alt ist und der Tradition, die sich hinter Parfums und Weiblichkeit verbirgt.

Sterne3,5

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