Ein neuer BlogMitarbeiter: die Ricoh CX6

Die Neue im Team: Ricoh CX6 

 

Gut… so „neu“ ist sie nicht mehr, aber ich wollte sie auf Herz und Nieren testen, ehe ich Euch meinen neuen Mitarbeiter auf dem Blog vorstelle.

Am 30.05.2012 war es so weit und die Ricoh CX6 zog bei mir ein. Bisher habe ich mit meiner Nikon Coolpix P100 fotografiert. Besonders Produktaufnahmen, aber auch wunderschöne Urlaubsbilder, hat sie gut gemeistert – allerdings war es eine Tortur Augenmakeup oder andere Nahaufnahmen vom Gesicht mit ihr zu machen. Ich kann gar nicht genau erklären weshalb, aber die Handlichkeit war eingeschränkt, die Bilder ebenfalls.

Es hieß also… da muss jemand Neues her! Die Entscheidung fiel aufgrund der guten Bewertungen für Makrofotografie (bis auf 1 cm) auf die Ricoh CX6.

 

Bezug:
Bei Preisvergleichen im Internet wurde mir schnell klar, dass das teuer wird und ich nicht so viel Geld investieren kann. Mein Blog finanziert sich durch nichts außer meinem üblichen Gehalt und 30 Cent im Monat (höchstens), die Adsense einbringt…

Zum Zeitpunkt meiner Suche hat die Kamera als Neuware noch etwa 280 Euro gekostet. Das war mir einfach zu viel. Aber bei Amazon habe ich die Amazon WarehouseDeals gesehen… und dort war sie 50 Euro günstiger (die Preise sind übrigens deutlich gefallen: sie kostet jetzt bei Amazon noch 219 Euro, bei Amazon WarehouseDeals 188 Euro).

Was sind denn überhaupt diese Warehouse Deals?!
Hier landen alle Produkte, die Amazon zurückgegeben worden sind. Diese werden getestet, der Wert neu geschätzt und deutlich reduziert zum Wiederverkauf angeboten. – Ich war hin und her gerissen. Schließlich denkt ein Teil von mir auch, dass es sicher einen Grund gegeben haben wird, ein Produkt zurück zu schicken… Andererseits war mir der Neupreis einfach wirklich, wirklich zu teuer. Auch 219 Euro, die ich bezahlt habe für ein Produkt, das als „gebraucht – gut“ deklariert war, waren eigentlich schon ein Sprung, den ich nur mit einem weinenden Auge und der Entwicklung eines nervösen Ticks anstellen konnte.
Dazu kam eine SDHC 16GB Speicherkarte mit „Amazon frustfreie Verpackung“ *lacht* für 11,67 Euro. Insgesamt also Ausgaben von rund 230 Euro in der Hoffnung, dass es immerhin ein Kompromiss ist und ich es nicht bedauern würde.

 

Ware:
Es kam ein Päckchen an, das deutlich benutzt aussah – außen! Mit Klebestreifen wieder zugeklebt, etwas mitgenommen an der Pappe. Beim Öffnen war ich allerdings überrascht… wirkte absolut neu. Nicht als sei es schon einmal ausgepackt gewesen. Ich habe für Euch extra direkt fotografiert, um das zu dokumentieren:

Erster Eindruck & Benutzung:
Eine  schöne kleine, kompakte Kamera, die mir besonders in Silber sehr gefällt. Enthalten war neben der Kamera ein Netzteil und das Aufladegerät, ein USB Kabel (recht kurz!), ein Kabel für den Anschluss an Fernsehgeräte, eine Lasche fürs Handgelenk und die Anleitung, die sehr umfassend ist.

Das Display ist großartig, spiegelt kaum und gibt die Qualität der Bilder sowie Farben relativ gut wieder. Es ist möglich verschiedene Einstellungen zu wählen – auch Blende und Verschlusszeit lassen sich einstellen (allerdings nicht so luxuriös wie bei der Nikon Coolpix P100). Den Weißabgleich finde ich etwas zu simpel in den Grundeinstellungen. Die Bilder werden schnell zu kühl oder zu gelb, aber immer noch gut! Der Großteil meiner Fotos der letzten 1 1/2 Monate waren mit dieser Kamera ohne Stativ gemacht. Es gibt verschiedene Einstellungen für Portrait (funktioniert aber nur, wenn das gesamte Gesicht auf dem Bild ist), Landschaft, Essensaufnahmen, Tieraufnahmen, Makro, etc. Auch „Kreativeinstellungen“, auf die ich jedoch verzichten kann – ich würde Bilder lieber im Nachhinein bearbeiten, als während der Aufnahme einen Filter darüber legen.

Die Makroaufnahmen funktionieren in der Tat sehr gut. Das Fotografieren macht Freude und Funktioniert schnell und unkompliziert. Die Kamera ist schnell griffbereit und eingestellt, die Bilder schießt sie flink und ist schnell wieder einsatzbereit.

Was ich besonders schätze ist die Möglichkeit, einen Ton zu aktivieren, sobald die Kamera scharf stellt. Das ist besonders bei Gesichtsaufnahmen hilfreich, wenn man selbst das Display nicht einsehen kann – selbst wenn der Bildausschnitt nicht ideal sein sollte… Die Schärfe ist meist gut eingestellt -es hat allerdings auch eine kleine Fehlerrate.

An dem Rädchen (s. Bild, rechts oben an der Kamera) stellt man die verschiedenen Modi ein, die man dann über das Menu (erster Button senkrecht) spezifizieren kann.

Die Akku ist relativ schnell leer und ich übersehe diese Entwicklung regelmäßig und bin völlig überrascht davon, dass die Kamera sich mit dem unmissverständlichen Hinweis ausschaltet. Daher habe ich mir einen Zweitakku gekauft, allerdings eine passende Akku von einem anderen Hersteller für 5 Euro (Amazon)

 

Fazit:
Ich freue mich über meine neue Blogbegleitung. Wenn ich Zeit habe und schöne Produktaufnahmen machen möchte, greife ich immer noch häufig zur Nikon CoolPix P100 – entdecke aber gerade auch die Ricoh CX6 dafür immer mehr. Sie ist schneller zur Hand, aber die Tiefenschärfe lässt sich besser bei der Nikon einstellen, bzw. sind die Effekte dort diesbezüglich (Hintergrund unscharf) besser.

Die Investition hat sich in jedem Fall gelohnt! Allerdings würde ich zum Zweitakku direkt bei Kauf raten. Sie ist relativ schnell aufgeladen (2h), entlädt sich aber auch schnell. Die Bilder weisen eine gute Bildqualität auf und endlich machen auch die Aufnahmen von AMUs Spaß!

Womit fotografiert Ihr? Was macht Euch die bildernde Arbeit leichter?


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