Pflegeumstellung 2012 – Teil 1 – Clarisonic

Vor etwa 6 Wochen habe ich eine – für mich große Anschaffung – für ein Pflegeprodukt getätigt. Ich habe mir nach so viel guten Erfahrungen, von denen ich gelesen / gesehen (Youtube) hatte, die Clarisonic Mia bei feelunique bestellt. Da ich einen Gutschein zur Verfügung hatte, habe ich tief Luft geholt und das Gerät erstanden, das normalerweise 150 Euro kostet. Ein stattlicher Preis für eine Gesichtsbürste. An hatte über die Bezugsmöglichkeiten und Dupes geschrieben und sich schließlich ein Dupe zugelegt, zu dem sie auch eine Review verfasst hat.

Ich habe bereits eine kleine Einleitung mit der Vorstellung der Clarisonic Mia (Produktinformationen, Bezug und technisch Relevantes)geschrieben und will versuchen, mich in diesem Artikel eher auf die Anwendung zu beziehen, um Euch zu viele Wiederholungen zu ersparen.

Clarisonic Mia in türkisblau

 

Benutzung:
Ich feuchte den Bürstenkopf und mein Gesicht an, gebe etwas vom Normaderm Reinigungsgel (keine Peelinggels!) auf den Bürstenkopf und beginne mit der Stirn. Die Bürste wird nur sanft an die Haut angelegt und es soll kein nennenswerter Extradruck ausgeübt werden. In kleinen, kreisenden Bewegungen führt man sie weiter über das Gesicht. Was dabei etwas schwer einzuschätzen ist: das Gerät läuft – sobald eingeschaltet – nur 1 Minute. In dieser Zeit sollte das gesamte Gesicht gereinigt sein. Das heißt 10 Sekunden hier, 20 Sekunden da… aber… schwupp sind 60 Sekunden um und das Gerät aus. Es hat einige Tage gedauert, bis ich einen zeitlich guten Ablauf für mich entwickelt hatte, finde inzwischen aber ganz gut, dass man damit zeitlich einen begrenzten Rahmen einhalten soll. Ich denke, man könnte es sonst schnell übertreiben. Ich benutze die Clarisonic etwa 1-2 mal am Tag, im Zweifelsfall aber eher abends, um die Haut für die Nacht vollständig reinigen zu können.
Der Bürstenkopf „Sensitive“ (war direkt dabei; es gibt noch „normal“ und „delicate“) ist erstaunlich zart. Nur mit deutlichem eigenen Druck fühlt man die Bürste etwas „härter“, was aber gar nicht intendiert ist. Das Gefühl ist (bis auf die Nase, die dabei komisch bitzelt) sehr angenehm. Das Gewicht der Clarisonic nicht zu schwer, der Griff gut zu halten. Die Größe ist perfekt.
Nach der Minute benutze ich die Clarisonic manchmal noch als „Gesichtsbürstchen“ ohne die Elektronik und arbeite nochmal kurz in kreisenden Bewegungen über die Haut.
Die Bewegungen des Bürstenkopf sind schwer nachzuvollziehen – es wirkt eher vibrierend als reibend. Wie hier der Vergleich zu Dupes ist, weiß ich  nicht. Aber man hat nicht das Gefühl, sich die Haut abzuschmirgeln.

 

Akku
Die Akkuleistung wirkt relativ gering. 20 Minuten (also 20 Benutzungen) hält sie laut Hersteller an und benötigt ewige 16h, um wieder aufzuladen.  Ich habe es bisher dazu nicht kommen lassen, weil ich auch keine Lust hatte, abends vor einer leeren und unbenutzbaren Clarisonic zu stehen. Bisher ging es also gut und ich lade so etwa nach 1 Woche einfach über Nacht auf. Der Mechanismus mit dem magnetischen „Anstöpseln“ ist sehr angenehm und der Steckeradapter aus UK für wenige Cent funktioniert wie er soll.

 

Reinigung & Wartung des Geräts
Und hier ist einer der Punkte warum ich froh bin, kein Dupe gekauft zu haben. Die Clarisonic ist wasserdicht und kann auch auch unter der Dusche verwendet werden (sehr praktisch!). Man muss nicht aufpassen, ob sie und wo sie nass wird. Es gibt keine offenen Steckplätze für Aufladekabel oder ähnliches. Das Gerät ist dadurch in der Anwendung und Reinigung absolut unkompliziert. Einfach Bürstenkopf abmachen und ganz schnell und simpel reinigen. Es wird nicht schnell schmutzig und hat auch einen kleinen aufsteckbaren Schutz für den Bürstenkopf mit Löchern, um das Trocknen zu ermöglichen.
Die Bürstenköpfe sollten alle 3 Monate ausgetauscht und regelmäßig gereinigt werden (ganz simpel). Bestellen kann man sie ebenfalls bei feelunique, wo ich gerade zwei mit einem Gutschein bestellt habe (ich würde raten, auf die Gutscheinaktionen zu warten, die regelmäßig erfolgen). Dadurch, dass der Online-Shop keine Versandkosten hat und mit Gutscheinen recht günstig ist, ist dies eine annehmbare Möglichkeit. So ein Bürstenkopf kostet jedoch (unreduziert) 26,25 Euro! Das sind 8,75 Euro im Monat, wenn man alle 3 Monate wechselt.

 

Wirkung
Ich weiß nicht, ob mein Hautbild durch die Verwendung der Clarisonic deutlich besser ist, aber die Haut ist in jedem Fall zart und ich habe kein Problem mit Hautschüppchen oder trockenen Stellen wie früher. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass sie die Pflegeumstellung absolut ergänzt und auch das Eincremen der Haut macht nach der Verwendung fast „Spaß“, weil die Cremes schön einziehen und das Hautgefühl einfach absolut herrlich ist.
Meine Haut ist relativ klar (ganz vereinzelt mal eine Unreinheit, aber nicht wirklich nennenswert) und ich habe auch das Gefühl, dass sie selbst ungeschminkt etwas besser ist in Ausstrahlung und Ebenmäßigkeit als vorher – aber es ist jetzt kein Unterschied wie Tag und Nacht. Das Hautgefühl hingegen ist ein wirklich angenehmes bei dem aber sicher auch die Kombi „Ernährungsumstellung“ und verwendete Pflegeprodukte noch eine Rolle spielt.

 

Fazit
Wer eine sanfte Möglichkeit des Peelings oder gründlichen Reinigens der Gesichtshaut sucht, ist mit der Clarisonic sicher sehr glücklich. Ob es mehr Geschwindigkeiten braucht als die Mia bietet, weiß ich nicht… ich bin so ganz zufrieden, würde aber keinesfalls 225 Dollar für ein Modell mit zwei Stufen ausgeben. Ich würde jetzt aber auch nicht sagen, dass es ein Must-Have ist. Die Reinigungswirkung ist besser als mit einer reinen Gesichtsbürste. So viel ist ganz sicher. Aber ob das nun 150 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Wer dies und die Kosten für die Bürstenköpfe ausgeben mag, hat ein wirklich schönes Gesichtspflegeprodukt, das die Haut zart macht und das Hautbild insgesamt auch zu verbessern scheint.
Ich bereue den Kauf bisher nicht, auch wenn ich das Gerät immer noch für ungerechtfertigt teuer halte. Wenn es ein Dupe gibt, das ebenfalls wasserdicht ist und sie ähnliche Bewegungsabläufe (also die Schallfrequenz) haben, würde ich durchaus auch anraten, das Dupe zu wählen. Sich aber nur eine batteriebetrieben Bürste zu holen die hin und her ruckelt, fände ich keine Alternative.
Meine Fältchen sind leider nicht kleiner geworden, aber die Haut wirkt ganz schön und gepflegt, Foundations setzen sich nicht mehr an leicht trockenen Stellen ab und das Gesamtbild ist etwas besser (aber keine Model-Haut). Wenn ich frische verheilende Unreinheiten habe, kann es sein, dass ich um sie „herum“ arbeite oder die Clarisonic auch mal 2 Tage gar nicht verwende, um die Haut nicht zu strapazieren und die Heilung zu unterstützen. Danach ist sie aber hervorragend, um die abgestorbenen Hautschuppen um die Unreinheit herum zu entfernen und die Haut zu ebnen. Insgesamt habe ich das Gefühl einer Verbesserung der Haut und benutze die Clarisonic Mia sehr gern.

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9 Comments

  • 150€ sind schon wirklich viel Geld & wenn es deiner Haut hilft – umso besser 😉
    Ich habe mir ein günstigeres Teil bei ccb paris bestellt & bin mit der ebenso zufrieden..
    Vielleicht bestelle ich mir den Clarasonic irgendwann mal, wenn ich Geld habe 😉

    • Solang Du zufrieden bist, ist doch alles gut! – Ich finde Gutes muss nicht immer teuer sein. In dem Fall war es das leider – aber am liebsten würde ich andere Geräte daneben probieren – aber die jetzt noch aus Privatneugier zu kaufen… das ist mir dann leider doch zu teuer. Schade, dass man eigentlich immer nur ein Produkt vorliegen hat. Vergleiche sind auf die Art so schwer.

  • Ich nutze seit Jahren ein Mikrodermabrasoinsgerät von Jafra und bin super zufrieden.
    Dazu gibt es eine passende Creme und gearbeitet wird mit Schwämmchen 🙂

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