Im Herbst ergänzte Narciso Rodriguez, dessen Düfte ich insbesondere aufgrund ihres feinen Moschus-Amber Charakters sehr liebe, seine bisherigen Kreationen durch einen neuen cremigen, intensiv-weichen Duft: Narciso (Artikel s. hier).

Nun variiert er diesen durch das dazugehörige Eau de Toilette, dem man die Verwandschaft deutlich anmerkt, das jedoch deutlich blumiger daher kommt.

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HERSTELLERINFORMATIONEN

“Narciso gehört zur Familie der blumig-holzigen Moschusdüfte. Es überzeugt durch ein magnetisches Zusammenspiel zwischen der Herznote aus reinem Moschus, eleganten Hölzern und einem leuchtenden, floralen Bouquet. Ein von Innen schwarz lackierter Flakon, der die geheimnisvolle Duftaura von Narciso entfacht vollendet dieses Eau de Toilette von Narciso Rodriguez.”
(Quelle: Douglas)

Preis: 44,99 € für 30ml bei Douglas oder 37,95 € bei Parfumdreams – in 30ml, 50ml und 90ml erhältlich

Kopfnote: bulgarische Rose, Pfingstrose
Herznote: Moschus
Basisnote: weiße Zeder, schwarze Zeder, Vetiver

EINDRUCK

Im ersten Augenblick ist Narciso EdT deutlich heller als die direkt im ersten Moment holzig-warme EdP Schwester. Die Verwandschaft durch Zeder und Vetiver sind deutlich, aber überlagert von ausladend-reifen, duftenden Blüten von Rose und Pfingstrose.

Die florale Kopfnote im Zusammenspiel mit dem Moschus im Herzen verleihen einen staubig-pudrigen Duft, der nicht die Süße des Originals mitbringt, aber dennoch eine gewisse Schwere mit sich bringt, als wäre der gesamte Sommer, die Sonne eines halben Jahres und jeder Sommersturm enthalten.

FAZIT

Erst im Vergleich der beiden wurde mir besonders deutlich, worin Unterschiede und Ähnlichkeiten bestehen, im ersten Moment ähnelt der Charakter sich ohne Vergleichsmöglichkeit in einer engen Verwandschaft. Während der ursprüngliche Narciso Duft des EdP (Artikel hier) jedoch früh feucht-süß und deutlich schwerer wird, ist das Eau de Toilette etwas trockener und einen Hauch heller in der Blütenintensität und -wahl.

Während die weiße Schwester gezuckerter Milch gleich eine schwere Wohligkeit für den Winter zu verbreiten vermag, ist die jüngere etwas wilder, die Blüten haben etwas Raues, – eine Struktur, über die unser Geruchssinn streift wie Fingerkuppen über die getrockneten Muster von hölzerner Rinde.

Dennoch ist Narciso EdT für mich kein Sommerduft, eventuell etwas für den Abend, für gehobene Anlässe. Sein deutlich floralerer, trockener Charakter macht ihn für wärmere Tage zwar zu einer besseren Wahl als die süße Schwester, aber Zeder und Blütenreife wirken auch drückend und intensiv in den aufgeheizten Sommerzeiten, in denen wir schnell selbst zu unfreiwilligen Duftlampen werden.

Besonders schön empfinde ich die deutliche Ähnlichkeit beider Düfte bei gleichzeitig merklicher Variation. Beide sind wundervoll, beide Interpretationen des gleichen Themas, das sich durchaus lohnt nebeneinander im eigenen Repertoire zu wissen. Wem Narciso EdP zu schwer, zu süß und tief war, wird im EdT eine minimal leichtere Version finden, deren trockene Blumen dennoch von der Persönlichkeit des Vetiver profitiert. Ebenfalls ein Duft voll Ausstrahlung, auf seine Art jedoch gleichzeitig auf angenehme Art wilder und heller als das Original, zu dem ich erst wieder bei Kälte greifen werde.

Die wilde Ehe von Rosen und Wildrosen mit Moschus auf einem Bett aus dunklem Holz.

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