Absinth auf den Lippen
Beni Durrer Absinthe KitKat Lippenstift

Im Winter hat Beni Durrer einen intensiven Look herausgebracht: „Absinthe“ ganz im Stil der des beginnenden 20. Jahrhundert. Die Grüne Fee, die fieber-träumend insbesondere Künstlern und Kreativen Ideen einhaucht oder sie in den Abgrund reißen kann.

Der klassische Absinthe wurde Anfang des 20. Jhd. verboten, in den 90ern jedoch wieder entdeckt. Auslöser waren auch Filme wie „From Hell“ oder „Moulin Rouge„, bei dem das giftgrüne Getränk fasziniert hat. Der Thujonanteil (Nervengift, Bestandteil des ätherischen Öls des Wermuts) ist heute geringer und reglementiert, so dass es heute nicht mehr zu Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Depressionen und Blindheit kommen sollte… Ich erinnere mich noch gut an die Zeit und an einen kleinen Laden in Heidelberg, der sehr charmant nur Absinthe und entsprechendes Zubehör verkauft hat. Das Trinken allein war ein interessantes und „flammendes“ Ritual. 

Dennoch hat die Grüne Fee von jeher fasziniert… und wird auch hier von Kreativen wieder aufgegriffen.

***Alle Bilder lassen sich mit einem Klick vergrößern***

HERSTELLERINFORMATIONEN

“Die Lippenstifte bestechen nicht nur mit einem dezenten Duft nach Vanille und langer Haltbarkeit, sondern schenken den Lippen durch eine leichte Pigmentierung einen verführerischen Hauch von Farbe – schon beim ersten Auftrag! Beni Durrer hat für die Lippenstifte eine sehr leichte Pigmentierung entwickelt: ”Transparent“. Der vermeintlich kräftige Ton hinterlässt beim Auftrag nur einen Hauch zarter Farbe auf den Lippen. Einfach unwiderstehlich schön! Und auch die Pflege stimmt: Pflanzliche Öle und Wachse in Kombination mit Vitamin E machen die Lippen geschmeidig und sorgen für langen, dauerhaften Halt ohne zu Verblassen.”
(Quelle: Beni Durrer)

Preis: 19 € bei Beni Durrer

Inhaltsstoffe
Ricinus Communis Oil, Octyldodecanol, Candelilla Cera, Glyceryl Ricinoleate, Oleyl Alcohol, Cera Carnauba, Cera Microcristallina, Cera Alba, Cetyl Alcohol, Paraffinum Liquidum, Nylon-12, Caprylic /Capric Triglyceride, Silica Dimethyl, Silylate, Kaolin, Tocopherol, Ethyl-Vanillin, Parfum (Fragrance) [+/- Cl 77891, Cl 75470, Cl 16035, Cl 77491, CL 45410, Cl 77492, Cl 77499, Cl 12085, Cl 15850, Cl 19140, Cl 45380, Cl 77007, Cl 42090, Tin Oxide, Mica]

FARBE

Die Farbe des Kitkat Lippenstiftes ist faszinierend, weil sie auch in direktem Zusammenhang zur Konsistenz steht. Diese ist sehr zart, aber aufbaubar, so dass man selbst entscheiden kann, wie intensiv der tief Johannesbeerfarbene Ton auf den Lippen wirken darf.

Beni Durrer beschreibt das Finish als “transparent”, was ich so noch nicht gehört hatte. Auf dem Handrücken habe ich die Farbe intensiv aufgetragen. Ich finde die Nuance ist trotz der zarten Textur ein intensiver Lippenstift.

Während MAC Dark Side deutlich rötlich-pflaumiger ist, zeigt sich Beni Durrers Kitkat als bläulich-schwarzes Lila.

ANWENDUNG

Nicht verunsichern lassen: der Lippenstift mag zunächst nahezu schwarz aussehen. Die Farbabgabe ist jedoch deutlich sanfter.

Für mich benötigt diese Art Konsistenz und Farbe unbedingt einen Lipliner, um eine saubere Optik zu gewährleisten. Daher habe ich MAC Lip Pencil Currant verwendet, der eine großartige Passung war.

ERGEBNIS

Durch die “transparente” Konsistenz fand ich es gar nicht so einfach eine gleichmäßige Farbe auf den Lippen zu erhalten.

Allerdings ist der Glanz auf den Lippen bei gleichzeitiger Farbintensität sehr anziehend und der Farbton dermaßen kraftvoll!

Das Ergebnis wie ich solch einen Ton gern trage ist ein sattes Johannesbeerlila. Ein Ton, der mich an GothicZeiten, Dekadenz und passend zum Absinthe-Thema kreative Fieberträume erinnert, wenn eine fast kränkliche Optik lasziv anziehend wird.

FAZIT

Den Gesamtlook Absinthe von Beni Durrer finde ich sehr genial, auch wenn er sicherlich kein Look für meinen Arbeitsplatz wäre. Aber die mutige Farbkombination des grünen Lidschatten mit Goldschimmer, dunkelgrünen Kajal und dann das tiefe Lila der Lippen… Hätte ich Euch ja gerne gezeigt. Vielleicht schminke ich ihn noch im Sinne von “Nachgeschminkt” mit ähnlichen Produkten aus meinen Schubladen nach. Nur so eine schöne 20er Jahre Wasserwelle wird mir sicher nicht gelingen.

Dass der Lidschatten beim Gesamtlook fast ein wenig ausladend aufgetragen ist, unterstreicht das Wahnhafte des Grundthemas Absinthe, das Laszive, das “Sich Hingeben”.

Ich mag die Optik der Zeit… Und mir gefällt der außergewöhnliche Look sehr gut, der sich kreativ und auch mutig an Farben und morbide Ästhetik herantraut. Ein Nachtfalter unter all den zahmen Schmetterlingen! Ça me plaît!

Solche Nuancen erfordern Selbstbewusstsein. Aber ich liebe sie und sehe sie gerne an Frauen, die mir begegnen. Es ist wie ein kleines, deutlich sichtbares Geheimzeichen ihres Selbstbewusstsein und der Hinweis auf einen spannenden und nicht nur gefälligen Charakter.

Etwas Besonderes! Fiebrig, leidenschaftlich und morbide …
Wie gefällt es Euch?

Wenn Ihr in Eile seid und mir trotzdem zeigen möchtet, ob Euch der Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch einfach Sternchen da! Bei Gedanken, Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen freue ich mich über ein Kommentar, um sie zu berücksichtigen!
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12 Comments

  • Ein wahrlich mysteriöser und ein wenig morbider Ton- ich finde solche Töne bieten eine gelungene Abwechslung zu toten Nudelippen. Du solltest wirklich einen ganzen Look damit schminken, ich möchte unbedingt das Zusammenspiel zwischen dem Lippenstift und deiner tollen Haarfarbe sehen.

    Ganz liebe Grüße,
    Karin

  • Eigentlich eine schöne Farbe. Aber mir gefällt das Finish irgendwie nicht. Vielleicht ist es auch die Deckkraft.

    Hat mich übrigens gewundert, dass du drei mal das gleiche Bild im Post hast 🙂

    Liebe Grüße
    Julia

  • Eine wirklich aufregende und nicht alltägliche Farbe.
    Aber wie du geschrieben hast: es strahlt Selbstbewusstsein aus. 🙂
    Nachdem ich neulich bei Mäc war und zu der Stylistin sagte:“ Ich brauche etwas Farbe auf den Lippen.“ und sie Good to be Bad zückte, musste ich doch einen Augenblick lang darüber grübeln ob ich so viel Farbe möchte 😀
    Aber die Farbe ist ähnlich wie Absinthe KitKat ein echter Hingucker.

    Ich wünsche Dir einen schönen und entspannten Jahreswechsel Liebes :-*

    • oh – good to be bad sieht aber sehr schön aus! Eben mal gegoogelt. Irgendwann gibt es so einen Moment, da will man eine Farbe oder einen Lippenstift, den man sonst NIE getragen hat. Mir ging es so mit MAC Dark Side… ich hab der MAC Dame gesagt… „Wenn Sie mir einen Lippenstift aussuchen dürften… welchen nähmen Sie?“ … und ich hab ihn auch mitgenommen. Zuerst ein echter Schockmoment im Spiegel „Geht das?!“… Ich hab das auch an den Augenbrauen gemerkt -auch noch als Blondine. Als ich sie mir das erste mal nachgezogen hatte, dachte ich „Das sieht ja künstlich aus!“ und irgendwann hatte ich mich an den Anblick gewöhnt und er war deutlich besser als ohne… Nach manchen Friseurbesuchen hatte ich Tränen in den Augen, weil ich dachte „Das bin doch nicht mehr ich!“ … wenn es mir zwei Tage später noch so ging, hab ich immer was dagegen unternommen… Aber meistens war es nach einer Nacht und Gewöhnung an die neue Farbe/Schnitt wieder gut… Ich weiß noch gar nicht, wie ich mich heute Abend schminke. Gemütlich, bei Freunden… Aber gerade seltsame Umstände. Irgendwie ist mir mehr nach Bett und Decke als nach neuem Jahr.

  • Ich finde die Farbe sehr aussergewöhnlich, aber irgendwie hat sie auch etwas und ist sehr interessant. Ich würde mich wohl nie mit solch einer Lippenfarbe auf die Straße trauen! Obwohl es so ist, wie du schon geschrieben hast, wenn man jemanden mit solchen Lippen sieht, bewundert man es und findet es besonders! Das letzte Bild finde ich übrigens sehr gelungen! <3
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und hoffe, du bist gut ins neue Jahr gekommen!

  • Die Farbe ist wunderschön! … und super tragbar 😉
    Das transparente Finish, das ich dann doch auch immer mit Rutschigkeit verbinde, mag ich allerdings nicht so gern. – Also so zum Ansehen an dir wunderbar gern, aber eben nicht zum selber Tragen, sonst hätte ich wohl fix bestellt XD …

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