Duft auf Probe – Teil 1 – Armani Code Luna

 

Duft auf Probe

– Teil 1 –

ARMANI – code luna

 

Dies ist der erste Teil der Blogreihe „Duft auf Probe“. Dabei werden Maris Lilly von Beauty & More  und ich jeden 1. Sonntag im Monat über identische und in der Zwischenzeit in Eigenregie über allerlei Pröbchen, die uns sonst noch in die Hände gefallen sind, schreiben. Ein kleines, schönes Projekt, auf das ich mich sehr freue!

jeden 1. Sonntag im Monat Ein Duft/Zwei Nasen
– nach Gelegenheit unterschiedliche Düfte in der Zwischenzeit auf beiden Blogs

 

Ein Blick auf das Bild ganz unten verrät Euch außerdem direkt, welche Farbe(n) der Duft für uns hat! Viel Spaß beim Lesen und lasst uns gerne Eindrücke da, wenn Ihr die Parfums kennt, liebt oder lieber nicht in der Nase habt!

 

Allgemein:
Armani Code Luna sei ein frischer floraler Duft mit zitronigen Noten und eine leichtere Variante des ursprünglichen Duftes Armani Code.

Kopfnote:  Bergamotte, Pomeranze
Herznote: Orangenblüte, Mirabilis
Basisnote:  Vanille

Der Flakon lehnt sich an den des Originalparfums in seiner schlanken Form an. Das Material besteht jedoch im Gegensatz zum Original aus milchig-hellem Glas mit weißen Blumenmotiven, die sich am schlanken Hals entlangranken.

Den Duft gibt es in 30ml,50 ml und 75 ml.

 

Duft auf Probe – Eigener Eindruck:
Nach dem ersten Aufsprühen ist sofort die Vanille zu riechen, begleitet von eher frischen Nuancen, von denen ich hauptsächlich die Bergamotte und etwas Orangenblüte erahnen kann. Der Duft wirkt zunächst süßbalsamig-frisch und sehr ungewohnt von der Kombination der einzelnen Nuancen. Die Vanille zieht sich in den Hintergrund des weiteren Zusammenspiels zurück und lässt der Bergamotte den Vortritt. Das Parfum behält eine weiche Wärme in der Basis und hat frisch würzige Töne in der Kofpnote, die jedoch irgendwie irritieren und etwas Unangenehmes in sich tragen..

Die Entwicklung ist orientalisch und mir zu komplex, um angenehm in der Nase zu sein. Die Wärme in der Basis ist schön -aber die zusätzlichen Facetten stechen mich, machen mir Kopfschmerzen. Ich würde das Erlebnis fast als gewollt 3-dimensional beschreiben… man kann die einzelnen Ebenen gut trennen, riecht sie übereinander, aber als weigerten sie sich, eine Gesamtheit zu ergeben.

Lasse ich mehr Zeit vergehen, wird das Dufterlebnis ruhiger und die Wärme kehrt etwas zurück und wird sinnlicher, cremiger, behält bei mir aber eine unangenehme, würzige Note bei. Als würden die Ebenen sich nicht miteinander verbinden und sich untereinander fortwährend stören.

 

Der Typ zum Duft
Ich würde dieses Parfum eher an Dunkelhaarigen sehen mit einer Liebe zu komplexen, schweren Düften. Für sie wäre dieser hier sicherlich ein eher „leichte“ Variante, frisch fast. Für mich ist es schwer, würzig und unangenehm komplex.

Den Duft an jemandem wahrzunehmen, zu dem er passt, ist sicher angenehm und auf Haut entwickelt sich jeder sowieso ganz anders (Beispielsweise Kendo Flower riecht an mir grauenvoll – an manchen Frauen liebe ich es aber). Armani Code Luna ist eine interessante und einzigartige Duftkreation, der ich für mich jedoch nichts abgewinnen kann.

 

Fazit:
Interessant, – zu komplex und unverbunden – insgesamt unpassend für mich. Als Duftprofil würde ich orientalische Vorlieben empfehlen. Frische, helle, zarte Duftnasen sollten allerdings Abstand von Armani Code Luna nehmen. Ich persönlich finde es etwas schade… Der Flakon und auch der Name „Luna“ bergen für mich etwas zartes. So zart oder hell ist der Duft allerdings nicht. Die Assoziationen lassen anderes vermuten. Auch mein erster Farbimpuls war bei dem Duft zuerst ein Zitronengelb ins Violett übergehend. Aber das war eigentlich ein Fehlschluss von der Optik, die der Flakon suggeriert. Wenn ich die Augen schließe und mir einen Farbverlauf vorstelle, dann sind es ganz klar 3 Ebenen… die Vanille (warmes, tiefes Gelb), der Versuch einer Frische durch Bergamotte und Orangeblüte (Azurblau) und der Fall in eine unpassende Schwere, die etwas holzig-stechendes hat (Lila).