Starlet oder Star? <br/>– Dior Star Foundation (010 Ivory) –

Wenn Dior eine neue Foundation herausbringt, interessiert sie mich sofort, denn ich habe beispielsweise mit der Dior Nude Skin Glowing Foundation (Review hier, vorsicht… gaaaanz alt) die besten Erfahrungen gemacht und liege mit dem hellsten Ton bei Dior (010 Ivory) häufig auch farblich erstaunlich richtig für den deutschen Markt. Und die Dior Star schien sehr verlockend. Diese „Licht-Leuchtkraft-korrigierenden“ Konsistenzen finde ich hochspannend und beispielsweise bei der Shiseido Sheer & Perfect sehr gelungen, die es jedoch leider nicht im hellsten Ton (I00) in Deutschland gibt, habe ich 2014 einen absoluten Favoriten gefunden.

Einige Zeit ging der Trend bei Foundations zur leichten, natürlichen Deckkraft. Die Dior Star nimmt passend zum Winter eher wieder die Aufgabe der Perfektionierung ein… Na, sehen wir sie uns mal an! Schließlich habt Ihr Euch bei der Wahl (Your Vote Counts … aktuelle Wahl  läuft!) mit 21.7% auf dem ersten Platz für die Dior Star Foundation entschieden! Hier ist sie!

*** Alle Bilder lassen sich mit einem Klick vergrößern ***

HERSTELLERINFORMATIONEN

„Inspiriert von den Techniken, die für strahlende Leuchtkraft sorgen, und dem Savoir-faire seiner Make-up-Artists hat Dior seine erste Brightening-Foundation, Diorskin Star, entwickelt: Ein leichtes Fluid, das das spektakuläre, perfekte Strahlen aus den Dior-Ateliers kreiert. Der Teint erhält sofort Leuchtkraft und wird sichtbar ebenmäßiger. Eine neue Generation hohler Kügelchen aus Kieselsäure fängt das Licht ein und sorgt für eine gleichmäßige, korrigierende Streuung ohne Glanz. Farbige Filterpigmente neutralisieren gleichzeitig farbliche Unregelmäßigkeiten für gleichmäßige Leuchtkraft. Der Teint wirkt dauerhaft strahlender, reiner und frischer. Die pflegenden Inhaltsstoffe, die gegen „Lichtfallen“ wirken, unterstützen die Reduzierung von Schatten, Flecken und kleinen Rötungen.“ (Quelle: Douglas)

Preis: 47,99€ bei Douglas, 38,95€ bei Parfumdreams für 30ml

FARBE

Dior gelingt es als eine der wenigen Marken im deutschsprachigen Raum, helle Foundations zu schaffen. Während die Dior Forever Foundation bei mir vor einigen Jahren jedoch noch stark nachdunkelte, stellte sich die Dior Nude Foundation als hervorragende Passung heraus und die Dior Star steht ihr farblich nicht nach, wirkt sogar noch einen Hauch heller und sollte Menschen mit NC/NW10-15 gut stehen.

Ich empfinde die Nuance 010 Ivory als sehr hell und bezogen auf die Farbtemperatur neutral und für mich damit eigentlich sehr perfekt tragbar. Braucht man mehr Wärme, kann man mit Bronzer nachhelfen. Wirklich eine Porzellannuance.

l.n.r.: Dior Star Foundation 010, Dior Nude Foundation 010, Shiseido Sheer & Perfect I00

Oben auf dem Swatchbild erkennt man, dass die Dior Star 010 mehr strahlt, einen Hauch heller wirkt, die Dior Nude 010 in der Mitte fast leicht rosig und die Shiseido Sheer & Perfect I00, die eigentlich eine sehr gute farbliche Passung für mich darstellt nahezu warm und dunkel wirkt. Die Konsistenzen sind teils unterschiedlich. Die Shiseido Sheer & Perfect ist am flüssigsten. Die Nude hat etwas leicht cremiges und die Dior Star scheint eine Art Zwitter der Konsistenzen, ist geschmeidig gel-cremig mit flüssiger, gleichmäßiger Grundtendenz.

ANWENDUNG

Sowohl mit Pinsel als auch mit feuchtem Blender aufgetragen, muss ich tatsächlich (und meistens empfinde ich gar keine wirklich nennenswerten Unterschiede) zu feuchtem Blenderschwamm raten. Den Dior Star Foundation Sponge habe ich dabei nicht zusätzlich gekauft, man könnte das aber tun. Ein schönes schwarzes Blender-Ei (ca. 17,99€), das sich optisch natürlich edel zum Flakon macht. Wer auf diese optische-funktionale Synergie verzichten möchte, ist auch mit dem Real Techniques Miracle Foundation Sponge, den ich benutzt habe (ca. 8 €) perfekt bedient (mein persönlicher „Sponge-Favorit“ nach enttäuschend schlechten Erfahrungen mit dem Blender Original). Aber auch andere Hersteller, stellen diese Art Blender-Schwämme her. Es lohnt sich mehrere im Laufe der Zeit zu testen, denn sie zeigen unterschiedliche Leistung bei extremen Preisspannen.

Mit dem Pinsel appliziert, betont die Dior Star Hautschüppchen und wirkt nicht annähernd so perfekt wie mit dem Blender. Die Konsistenz bei Applikation ist flüssig-gelig. Sie lässt sich sehr fein auftragen und wirkt (bei geringer Menge) nicht „gekleistert“. Sie trocknet schnell an und legt sich in einer Art matt-geschmeidigen Schicht auf die Haut.

ERGEBNIS

Im ersten Moment werdet Ihr eventuell so überrascht sein wie ich, denn wenn ihr die leichte und flüssig wirkende Foundation appliziert habt, wird das Gesicht erst einmal erstaunlich matt. Die Deckkraft würde ich als mittel einschätzen. Ich erlebe nicht die gleiche Perfektion, wie Monsieur Alex (Link s.u.) beschreibt, allerdings merkt man eine deutliche (und intensive) Perfektionierungstendenz, die für mich Kontur/Blush/Bronzer notwendig macht, um nicht zu platt zu wirken. Das Gesicht wird farblich sehr eben. Rötungen werden perfekt ausgeglichen, Pickelmale verbleiben aber sichtbar durch die dennoch zarte Konsistenz. Das kann man auf den Tragebildern, die an unterschiedlichen Tagen und mit unterschiedlichen Kameras entstanden sind, gut sehen. Bei dem zweiten hatte ich sehr rötliche Haut (abklingende allergische Reaktion, die mir 2 Wochen das Gesicht gezeichnet hat), die nahezu verschwunden ist im Endergebnis.

Kamera: Ricoh CX6

Das matte Finish behält die Dior Star auf meiner schnell glänzenden Haut nicht bei. – Im Verlauf der nächsten zwei Stunden glänzt die Haut deutlich, wirkt dabei jedoch dennoch i.d.R. schön, gleichmäßig und ich habe nicht das Gefühl, sofort  blotten oder pudern zu müssen.

Kamera: Nikon D5200 // Allergische Hautreaktion, abklingend

FAZIT

Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt… aber mich verbindet eine Art Wechselbeziehung mit diesem Sternchen von Dior. Einerseits lässt sich überhaupt nicht von der Hand weisen, dass das Ergebnis sehr schön ist. Insbesondere das Bild mit den heftigen Rötungen zeigt das sehr deutlich. An manchen Tagen wirkt der Teint beeindruckend ausgeglichen. An anderen setzt sie sich doch an den öligen Stellen meiner Haut ab und wird sichtbar. Auf trockenen Hautstellen kann sie – insbesondere bei Pinselapplikation – Hautschüppchen betonen.

Ich weiß nicht, ob ich sie vor der Dior Nude bevorzugen würde. Für die Dior Star sprechen in jedem Fall der hohe SPF von 30 (ich finde jedes Fünkchen summierten SPF sinnvoll, denn selbst bei Tagespflege mit Lichtschutz nimmt man meist nicht genug Produkt für den tatsächlich ausgeschriebenen Schutz und so kumulieren die Produkte wenigstens), das schöne, ausgleichende Finish und die dabei relativ geschmeidig-zarte Textur. Ich würde Mischhaut empfehlen, denke aber, dass sie relativ vielseitig einsetzbar ist.

Auch wenn ich nicht den Finger darauf legen kann… es fällt mir ein wenig schwer, etwas definitives zu sagen. Sie ist gut, aber sie ist nicht so gut wie ich erwartet hatte, vielleicht macht sie es mir auch schwer, weil ich den Unterschied zur Dior Nude, die ich sehr liebe, nur vage spüre. Sie ist zarter, geschmeidiger, „smoother“. Die Lichtreflektion fand ich bei der Shiseido Sheer & Perfect ein wenig beeindruckender, allerdings gleicht diese Farbunreinheiten nicht so intensiv aus, wie die Dior Star. Ach, es ist für mich nicht ganz eindeutig. Es ist aber ganz klar: es ist eine hervorragende Foundation, die im Gegensatz zum aktuellen Trend nach leichter Deckkraft wieder etwas mehr anzieht.

Würde ich sie der Dior Nude vorziehen? Darüber habe ich lange nachgedacht. – Ich denke ja. Allerdings eher aufgrund des hohen Lichtschutzfaktors, den ich bei der Nude mit SPF 15 einfach für sehr gering halte. Außerdem ist die Konsistenz einen Hauch leichter und durch die Inhaltsstoffe sollen auch der Hautzustand (Verfärbungen) beeinflusst werden. Auch wenn es sicher oftmals eher Versprechen als Veränderung sein mag: aber ich freue mich über jede Zusatzfunktion eines Produktes, wenn es  seine eigentliche Rolle bereits gut erfüllt. Wenn die Nude „Samt“ ist, ist die Star „Seide“ vom Gefühl. Und beides sind hervorragende Foundations. Die Dior Star würde ich eventuell bei  reiferer Haut (ich rede von ab 30 Jahren aufwärts) eher empfehlen, da die Konsistenz auch über den Tag mehr vergibt. Vielleicht sollte ich Euch noch Fotos mit Tragebildern über den Tagesverlauf nachreichen. Ich denke, diese können Euch den Prozess gut zeigen, denn auf den obigen Bildern seht Ihr nur das matte Erstfinish. Was haltet Ihr davon?

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Für den nächsten Teil von „Your Vote Counts“ zeige ich Euch bald den Hourglass Dim Infusion, für den die Mehrheit als zweiten Platz gewählt hat. Eure Stimmen für die dritte Runde meiner „Makeup Besetzungscouch“ könnt Ihr gerne

[infobox maintitle=“Zur nächsten Abstimmung“ subtitle=“Was interessiert Euch am meisten nach den aktuellen Top 3, über die ich jetzt erstmals bevorzugt schreiben werde? “ bg=“brown“ color=“white“ opacity=“off“ space=“30″ link=“http://www.der-blasse-schimmer.de/besetzungscouch/“]


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